Warum steht ein Kunstwerk mitten in der Pampa?

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Diese Holzskulptur steht am Ende einer Sackgasse unweit der B236.

Plettenberg – Unweit der Ruhr-Sieg-Strecke und der B236 zwischen Finnentrop und Plettenberg ist ein Kunstobjekt entstanden. Hinter dem ehemaligen Nasslager an der Wiebecke wurde an einer recht schwer zugänglichen Stelle aus einem Ahornbaum eine Skulptur gefertigt mit der Aufschrift „Amprion“.

Künstler war der Holländer Roel van Wijlick, wie eine Plakette zeigt. Doch was hat es mit dieser Skulptur auf sich? Das fragte Georg Dickopf Solveig Wright, die Pressesprecherin des Netzbetreibers Amprion.

Solveig Wright: Der Standort ergibt sich maßgeblich daraus, dass hier ein toter Baum stand. Diesen hätten wir sonst vollständig entfernen müssen. So konnte er sozusagen sein zweites Leben als Kunstwerk antreten. Aber einen lebenden Baum wollten wir auch nicht fällen. Entsprechend war der Standort nicht ganz in unserer Hand. 

Das gesamte Gebiet ist meines Wissens eine Art Ausgleichsfläche für Amprion?

Tatsächlich steht diese Skulptur in unserem Kompensationsgebiet. Sie stellt einen Rotmilan, einen Eisvogel, einen Waldkauz und eine Wald-Eidechse dar, die sogenannte „streng geschützte Arten“ nach Bundesnaturschutzgesetz sind. Diese Arten haben erfreulicherweise durch unsere Naturschutzmaßnahmen bei uns ein neues Zuhause gefunden und das wollten wir auf der Skulptur verewigen. 

Ist es gewollt, dass dort Wanderer hingehen, auch wenn der Weg dorthin eine Sackgasse ist? 

Wir fanden die Stelle gut, weil wir hoffen, dass Besucher unsere Kompensationsflächen auch besuchen und nutzen – und die Skulptur vielleicht ein Anreiz dafür darstellt. Es gibt viele zugängliche Wege, die es Leuten ermöglichen, unsere Kompensationsanlage zur Erholung zu nutzen, ohne sie zu beschädigen – was natürlich dem Naturschutzgedanken zuwiderlaufen würde.

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