Radweg-Lückenschluss an B236 lässt weiter auf sich warten

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Der Radweg an der Lenneroute zwischen Plettenberg und Werdohl lässt weiter auf sich warten, da er entgegen der bisherigen Planungen nun in der Lenneböschung deutlich unterhalb des Straßenniveaus verlaufen soll.

Plettenberg - Die Lenneroute gibt es seit fast 20 Jahren. Doch der ganz große Wurf wurde die über 140 Kilometer lange Strecke nie, weil Kommunen wie Werdohl und Altena an einigen Stellen die Mittel fehlten. Dank des vom Bund geförderten Radwegebaus ist nun der seit vielen Jahren geforderte Lückenschluss an der B236 zwischen Plettenberg und Werdohl in greifbare Nähe gerückt.

Doch die von Straßen.NRW ausgearbeiteten Pläne zur Radwegführung, die im nächsten Jahr umgesetzt werden sollten, stießen bei den Umweltbehörden auf Widerstand. Geplant war eine massive Aufschüttung des Lennehangs mit bewehrter Erde, um so auf Straßenniveau der B236 Platz zu schaffen für einen Radweg. Da bei einer solchen Maßnahme aber gewaltige Landschaftseingriffe notwendig wären und sich auch der Querschnitt der Lenne deutlich verkleinern würde, soll die Radwegeführung nun geändert werden. 

Dies war das Ergebnis einer Arbeitskreissitzung, an der unter anderem Straßen.NRW, die Untere Landschaftsbehörde, die Bezirksregierung Arnsberg sowie Vertreter der Städte Plettenberg und Werdohl zusammenkamen. Ein von Plettenbergs Bürgermeister Ulrich Schulte in der letzten Ratssitzung prognostiziertes Aus für den langersehnten Lückenschluss ist aber nicht zu befürchten. Allerdings dürfte sich die Umsetzung möglicherweise um mehr als ein Jahr verzögern, auch wenn die neuen Pläne laut Straßen.NRW-Projektleiter Dirk Stiepert demnächst in Angriff genommen werden.
 Martin Hempel, Leiter des Tiefbauamtes Werdohl, findet die geforderte Alternativlösung sogar besser, auch wenn der Weg bei Lenne-Hochwasser häufig überspült werde. „Wenn der Radweg wie von der Unteren Wasserbehörde gefordert deutlich unterhalb des Straßenniveaus verläuft, ist das für den Nutzer eigenlicht viel schöner, da die Lkw dann nicht direkt an einem vorbeirauschen.“ Im Bereich der Baukloh-Brücke, die laut Hempel im Einmündungsbereich noch auf Plettenberger Gebiet liege, müsse mit einer Rampenlösung die Anbindung zum tiefer gelegenen Radweg gefunden werden.
 Straßen.NRW-Sprecher Markus Berg sah das Projekt ebenfalls nicht gescheitert. „Aber wir fangen mit den Planungen jetzt praktisch wieder bei Null an“, bedauerte er. Noch dazu habe man aktuell viele Projekte. Deshalb könne er keinen verbindlichen Starttermin sagen. Bereits jetzt steht fest, dass der Radwegebau nicht zeitgleich zu der im Jahr 2019 geplanten Verlegung einer Gasleitung erfolgt. Möglicherweise wird die halbseitige Sperrung aber nach Abschluss des Leitungsbaus für den Radwegebau fortgesetzt. Immerhin: Die ursprünglich geplante Vollsperrung der B 236 ist vom Tisch.

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