St. Martin in St. Laurentius und St. Johann Baptist

Zu nass für Umzug von St. Laurentius in der Innenstadt - St. Johann Baptist hatte mehr Glück

Die Kirchengemeinde St. Johann Baptist feierte bereits am Freitag mit einem Umzug St. Martin und hatte dabei etwas mehr Glück mit dem Wetter als die Teilnehmer in St. Laurentius. Während des Umzugs regnete es glücklicherweise nicht in Strömen.

Plettenberg -  St. Martin war ein guter Mann. Das lernen viele schon als Kind. Was genau St. Martin getan hat, zeigten gestern Abend die katholische Kirchengemeinde St. Laurentius und am Freitag die Gemeinde St. Johann Baptist beim Martinsspiel und dem Laternenumzug.

Ein armer frierender Bettler saß gestern in der St. Laurentiuskirche. Doch zu seinem Glück kam Martin mit seinen Soldaten vorbei. Als er den zitternden Mann sah, teilte er aus Mitleid seinen Soldaten-Mantel und gab eine Hälfte dem Bettler.

Nach diesem Martinsspiel, das die Pfadfinder von St. Laurentius in der Messe aufgeführt hatten, sollte es unter der Führung von St. Martin und seinem Pferd einen Umzug durch die Straßen Plettenbergs geben. Allerdings machte der strömende Regen den Laternenträgern einen Strich durch die Rechnung. Stattdessen lautete das Motto: „Dort oben leuchten keine Sterne, aber unten leuchten trotzdem wir“, denn Pfarrer Patrick Schnell ließ den Martinszug in der Kirche stattfinden.

Der Umzug zu St. Martin fand gestern wetterbedingt in der St. Laurentius-Kirche statt.

Angeführt von Martin, seinen Soldaten und dem Bettler aus dem Anspiel zogen die Jungen und Mädchen einige Runden durch die Kirche. Das Licht in der Kirche wurde dazu gelöscht. Die musikalische Untermalung des Lichtermeers der Laternen lieferte gestern Abend dazu der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr.

Auch wenn der Martinszug in diesem Jahr kleiner ausfiel, lagen für die kleinen und großen Teilnehmer traditionell Martinsbrezeln bereit. Das lockerte die etwas verregnete Stimmung wieder auf.

In weiser Voraussicht waren die Laternen eingepackt worden, doch dann wurden sie dem nassen Wetter doch nicht ausgesetzt.

In der Gemeinde St. Johann Baptist in Eiringhausen wurde bereits am Freitag St. Martin gefeiert. Mit Kerzen zogen die Kinder aus der Gemeinde in die Kirche ein, zur Messe, die Pastor Eduard Mühlbacher hielt. Sie hatten Fürbitten und ein Martinsspiel vorbereitet, um die gute Tat und die Geschichte von St. Martin bildlich darzustellen. Die Gemeinde erfuhr, St. Martin war ein römischer Soldat, der aus Ungarn kam und in einer französischen Stadt stationiert war. An einem kalten Tag im Winter traf er einen armen Mann, der keine wärmenden Kleider hatte. Der Bettler bat Martin um Hilfe. Dieser hatte jedoch nichts außer seinem Mantel dabei. So nahm er sein Schwert und teilte seinen Mantel in der Mitte durch. Die eine Hälfte gab er dem Bettler. In der Nacht erschien Martin im Traum Jesus und trug die Hälfte des Mantels, die Martin dem Bettler gegeben hatte.

Auch in St. Johann Baptist wurde am Freitag ein Martinsspiel in der Messe vorgeführt.

Die Kinder und ihre Eltern hatten in Eiringhausen etwas mehr Glück mit dem Wetter und so zogen sie nach der Messe mit ihren Laternen durch die Gemeide. Der Martinszug ging traditionell über die drei Eiringhauser Brücken und zurück bis zum Altenzentrum St. Josef. Dort gab es Martinsbrezeln und warme Getränke. Angeführt wurde der Martinszug natürlich von St. Martin, dargestellt von dem neunjährigen Felix Sandor, auf einem Pferd. Die Messdiener begleiteten den Zug mit Fackeln und der Musikzug der Feuerwehr sorgte auch hier für die musikalische Untermalung. 

Zoran Grete

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