„Le Café“ an der Waterkant soll im Mai 2019 eröffnen

So soll das neue Lenne-Cafe an der Waterkant 2019 aussehen.

PLETTENBERG - Es war eine schwere Geburt, doch das scheint ja mittlerweile bei allen größeren Projekten in Plettenberg Tradition zu haben. Doch das Gastronomieprojekt von Uwe Nahrgang an der Waterkant soll jetzt die letzten Hürden nehmen und bis zum Frühjahr 2019 verwirklicht sein.

Dabei sah es anfangs alles anders als gut aus. „Die Idee für ein solches Projekt entstand nach der Eröffnung der Waterkant im Mai 2017“, erzählt Uwe Nahrgang. Doch der ersten Euphorie folgte bald die Ernüchterung. Denn die Stadt wollte verständlicherweise nicht die gerade mit Fördermittel errichtete Fläche für ein Café opfern und der Märkische Kreis stellte sich als Eigentümer der angrenzenden Grundstücke quer. Es hieß, man benötige das Grundstück am Lenneradweg als Erweiterungsfläche und die Schulleitung sei auch gegen das Projekt. Als das Projekt fast schon gescheitert schien, brachte ein Besuch der Heimatzeitung am Berufskolleg neuen Schwung in die Sache, denn die Schulleitung sprach sich nach konkreter Nachfrage gar nicht grundsätzlich gegen das Projekt aus. Und auch die Erweiterungsflächen waren angesichts sinkender Schülerzahlen kein zwingender Grund. Und so wurden die Gespräche mit dem Märkischen Kreis erneut aufgenommen und verliefen letztlich positiv. 

„Der Märkische Kreis hat der Stadt seine Zustimmung signalisiert“, freute sich Uwe Nahrgang, der danach voll in die Planungen einstieg, mit Gastronomieexperten und Planern sprach und nun seit wenigen Tagen einen Plan vom Architekturbüro Karl Michael Krach vorliegen hat, wie das Gebäude aussehen soll. Die Vorgabe des Kreises war laut Nahrgang, das Gebäude parallel zur Gebäudeflucht des Berufskollegs auf dem Schulgrundstück auszurichten. Heraus kam am Ende ein dreieckig zulaufender Gebäudekörper, bei dem der großzügig verglaste Eingangsbereich aktuell ein Stück auf dem Waterkant-Platz liegt und so von der Heinrichstraße aus den Blick durch das Gebäude zur Waterkant ermöglicht. Das restliche Gebäude erstreckt sich auf dem Schulgrundstück entlang des Radweges, der als Rettungsweg grundsätzlich frei bleiben soll. 

Der Plan zeigt die Lage des geplanten Cafes.

Der aktuelle Plan, an dem die Gastroplaner lange tüftelten, um die optimale Größe für alle Bereiche zu ermitteln, sieht in der Mitte des Gebäudes eine zentrale Theke vor, hinter der das Essen und die Getränke zubereitet werden sollen. Links davon befinden sich Kühl-, Lager und Sozialräume, rechts davon die Toilettenanlagen, die auch von Besuchern der Waterkant genutzt werden können. „Das Gebäude soll innen Platz bieten für mindestens 75 Gäste und noch einmal so viele im Außenbereich“, sagte Nahrgang, der mit der geplanten „Erlebnisgastronomie“ ein „gemütliches Flair für Jung und Alt“ schaffen möchte. Er kann sich gut vorstellen, dass es beispielsweise freitags einen Schlagerabend gibt, bei dem auch getanzt werden kann, dass Lesungen und Bandauftritte stattfinden und sonntags gebruncht wird. Ansonsten soll man dort kreative Cocktails, gekühlte Getränke, leckeres Essen, Salate und eine große Kuchen- und Tortenauswahl vorfinden. In der Woche soll es eine Art Mensa-Angebot für die Schüler des benachbarten Berufskollegs geben. Zudem strebt Nahrgang eine Kooperation mit dem AquaMagis-Resort an, um Gäste auch von dort anzulocken.

 Auch Firmenveranstaltungen sowie kleinere Familienfeiern und Beerdigungs-Kaffeetrinken soll es in dem rund 360 Quadratmeter großen „Le-Café“ an der Waterkant geben, denn Nahrgang weiß eines ganz genau: „Einfach nur aufmachen und auf Gäste hoffen reicht heute nicht mehr.“ Falls der Kreis die Pläne mitsamt der Abstandsflächen in den nächsten Wochen absegnet, hofft Nahrgang noch im Spätherbst auf die Errichtung der Bodenplatte. Fertiggestellt werden soll das Gastronomieprojekt nach seinen Wünschen bis zum Start der Waterkant-Saison am 9. Mai 2019. Das geschätzte Investitionsvolumen schätzt Nahrgang auf mindestens 500 000 Euro - genaue Zahlen kann er aber noch nicht nennen. Er selbst werde das fertige Projekt verpachten und möglicherweise einer Besitz- und eine Betreibergesellschaft gründen. Angesichts der hohen Investitionskosten sieht Nahrgang das Projekt als „Ur-Plettenberger“ mit viel Idealismus. „Alle sagen wir wollen ein Café an der Waterkant, aber irgendeiner muss es auch machen.“

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