Sieben Schüler mussten ins Krankenhaus

Pfefferspray-Einsatz an Realschule: Das sagt die Schulleitung

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Der Pfefferspray-Einsatz an der Plettenberger Realschule beschäftigte am Montag Rettungs- und Feuerwehrkräfte. Sieben Schüler mussten ins Krankenhaus, insgesamt 57 haben das Reizgas eingeatmet. Jetzt äußert sich Schulleiterin Monika Storm.

  • Ein Schüler hat an der Realschule Plettenberg Pfefferspray versprüht.
  • Sieben Kinder mussten ins Krankenhaus, insgesamt 57 haben Reizgas eingeatmet.
  • Schulleiterin Monika Storm äußert sich zu dem Vorfall.

Plettenberg - Schulleiterin Monika Storm berichtet: „Da gleich mehrere Schüler auf einmal über Beschwerden klagten, habe ich erst einmal die Feuerwehr gerufen, um mich beraten zu lassen. Anschließend habe ich dann zum Wohle der Schüler den Notruf gewählt. Wir haben dann die betroffenen Personen, die sich in den Bio- und Chemieräumen auf der Etage aufhielten, alle in die Mensa im Erdgeschoss geführt. Dort wurden sie dann sofort von den eintreffenden Rettungskräften und dem Notarzt behandelt“, erklärt Storm weiter zu dem großen Einsatz an der Realschule Plettenberg.

Bei einem sogenannten Massenanfall von Verletzten (MANV) werden die betroffenen Personen erst einmal kategorisiert und in unterschiedliche Gruppen – je nach Schweregrad der Verletzung – eingeteilt, wie Feuerwehr-Pressesprecher Thomas Gritschke erklärt.

Pfefferspray-Einsatz: Lob für die Feuerwehr

„Ich kann nur betonen, wie wunderbar Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte mit den Mitarbeitern der Schule zusammengearbeitet haben. Ein herzliches Dankeschön an alle“, bedankt sich Storm für das große Engagement. Sie sei froh darüber, dass nicht mehr passiert sei und der Unterricht für alle anderen Schüler ganz normal weiterlaufen konnte, da keine Gefahr bestand. Es sollte jeder Anflug von Panik vermieden werden.

Pfefferspray im Klassenzimmer: Großeinsatz an Plettenberger Schule

Nachdem die Feuerwehr den entsprechenden Flur gut gelüftet hatte, war der Einsatz zumindest für die Wehrleute beendet. Die Rettungskräfte blieben noch so lange vor Ort, bis alle betroffenen Schüler in die Obhut ihrer Eltern übergeben werden konnten.

Der 15-jährige Schüler, der das Pfefferspray versprüht hatte, wurde schnell von der Polizei dingfest gemacht. „Unseren Kollegen haben ihn nach Hause begleitet und dann im Beisein der Eltern zu den Vorgängen befragt. Es ist jetzt noch zu früh darüber zu sprechen, warum es zu der Tat kam und wie es jetzt weitergeht“, sagte Polizeisprecher Dietmar Boronowski.

Pfefferspray in Plettenberg: Anzeige gegen Schüler

Es werde aber definitiv eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung und wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz gefertigt, da sei sich Boronowski sicher. „Wir sind froh, dass wir den vermeintlichen Verursacher finden konnten und auf der anderen Seite erleichtert, dass nicht mehr passiert ist. Wir hoffen, dass es den Betroffenen schnell gut geht und sie bald wieder den Unterricht besuchen können“, so Boronowski.

Auch er lobte die Arbeit von Polizei, Feuerwehr und den Mitarbeitern der Geschwister-Scholl-Realschule.

Am Montag ertönte in Schalksmühle Sirenenalarm. Die Feuerwehr rückte zur Primusschule aus.

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