Eingeklemmt im Unfallauto: Was ist zu tun?

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Garvin Pestka sprach mit den Einsatzkräften nach erfolgter Rettung über das Vorgehen bei einem solchen Unfall.

Plettenberg – Der schwere Verkehrsunfall am Dienstagabend stellte die heimische Feuerwehr vor einen sehr material- und personalintensiven Einsatz.

Der Fahrer des Fahrzeuges wurde bei dem Unfall sehr kompliziert – insbesondere mit der unteren Körperhälfte – eingeklemmt. Solche Einsätze bilden laut Brandinspektor Thomas Gritschke nicht das tägliche Tagesgeschäft einer Feuerwehr ab, werden aber regelmäßig anhand von turnusmäßigen Schulungsdiensten, insbesondere von Einheiten mit entsprechendem Hilfeleistungsequipment geübt. Bei solchen Übungen werden die Mitglieder dieser Einheiten speziell im Umgang mit technischen Hilfsmitteln, wie z.B. Seilwinden und hydraulischen Rettungsgeräten ausgebildet, damit im Einsatz jeder Handgriff und Arbeitsvorgang erfolgreich durchgeführt werden kann. 

Die Unfallstelle am Hit-Markt glich einem Trümmerfeld.

Im Einsatzfall werden dann die entsprechend dazu ausgebildeten Trupps für unterschiedliche Aufgaben eingesetzt. Ein Trupp sichert laut Gritschke die Unfallstelle, ein weiterer das Unfallfahrzeug, bei Dunkelheit muss möglicherweise ausgeleuchtet werden, der Brandschutz wird sichergestellt, die technischen Rettungsgeräte müssen vom Fahrzeug entnommen und bereitgestellt werden und ein Trupp rettet den Fahrer aus seinem Fahrzeug. Das gelang am Dienstag sehr routiniert und schnell. „Am Ende steht der gemeinsame, möglichst positive Einsatzerfolg, in dem ein Mensch oder auch Tier lebend gerettet werden kann“, so Gritschke. 

Da zwar alle Kräfte an dem Einsatzerfolg direkt oder indirekt beteiligt gewesen seien, aber nicht jeder genau aufgrund von parallelen Aufgaben mitbekommen habe, wie der verletzte Plettenberger mit welchen technischen Hilfsmitteln und Lösungsansätzen gerettet werden konnte, bietet sich eine Einsatznachbesprechung noch vor Ort an. Garvin Pestka, der am Dienstag die technische Rettung leitete, übernahm diese Aufgabe am Ende des Feuerwehreinsatzes, um alle eingesetzten Kräfte über sämtliche Maßnahmen zur Befreiung des Fahrers am Unfallfahrzeug gleichermaßen zu informieren.

 „So können die bei diesem Einsatz gewonnenen Erfahrungswerte, egal ob positiv oder negativ, von allen für zukünftige Einsätze genutzt werden“, erklärte Gritschke abschließend.

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