Kosten bei Brandmeldeanlage betragen 480 Euro

Wer bezahlt eigentlich, wenn fast nichts passiert ist?

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Noch ist offen, wer für den Feuerwehreinsatz Anfang April bei der Firma Alte in Plettenbnerg-Ohle zahlen muss.

Plettenberg – Anfang April kam es in Ohle zu einem Großaufgebot der Feuerwehr, als ein Anwohner der Kreisleitstelle ein Feuer bei der Firma Alte meldete.

Vor Ort stellten die Einsatzkräfte dann recht schnell heraus, dass keine Gefahr in Verzug war. Wie Alte-Geschäftsführer Frank Schmidt erklärte, habe sich aus unbekannter Ursache an einem Absaugrohr eine starke Hitze entwickelt. Mitarbeiter des Härtereibetriebs hätten sofort zu einem Pulverlöscher gegriffen, um das Absaugrohr herunterzukühlen. Die dabei entstandene Rauchentwicklung habe dann offenbar einen Anwohner dazu bewogen, die Feuerwehr zu alarmieren. Die firmeneigene Brandmeldeanlage hatte nicht ausgelöst. 

Doch, wer bezahlt nun eigentlich einen solchen Feuerwehreinsatz, bei dem neben den hauptamtlichen Einsatzkräften der Feuer- und Rettungswache und der RTW-Besatzung auch der Löschzug 3 mit den Löschgruppen Ohle, Eiringhausen und Selscheid ausrückte? Ordnungsamtsleiter Thorsten Spiegel konnte die Frage (noch) nicht beantworten, da der Einsatz zunächst geprüft werden müsse gemäß Paragraf 52 BHKG.

 „Wir lesen jährlich über 100 Einsatzberichte, um zu prüfen, ob eine Kostenerstattung fällig wird“, sagte Spiegel. Innerhalb von drei Monaten nach dem Einsatz werde dann ein sogenannter Anhörungsbogen verschickt, ehe spätestens nach sechs Monaten eine Rechnung gestellt werde. Für das Auslösen von Brandmeldeanlagen habe man sich der Einfachheit halber auf einen Pauschalsatz von 480 Euro geeinigt für Fahrzeug- und Personalkosten. Für die Firma Alte werde also maximal dieser Betrag fällig. Da die Brandmeldeanlage aber nicht auslöste, sondern ein Anwohner in bester Absicht die Feuerwehrwehr alarmiert habe, werde überprüft, ob grobe Fahrlässigkeit vorgelegen habe. Falls eine solche nicht vorliege, werde voraussichtlich keine Gebühr fällig. Die Kosten für den Feuerwehreinsatz trägt dann der Steuerzahler.

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