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Nach der Landtagswahl: Die Sundhelle ist die Hochburg der Linken

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Von: Georg Dickopf

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Gerade einmal drei CDU-Anhänger verfolgten die Ergebnisse der Landtagswahl live im Plettenberger Ratssaal.
Gerade einmal drei CDU-Anhänger verfolgten die Ergebnisse der Landtagswahl live im Plettenberger Ratssaal. © Dickopf, Georg

Die Landtagswahl in Plettenberg ist gelaufen und hinterlässt einige Erkenntnisse. So sind die Politikverdrossenheit und die Wahlmüdigkeit in der Vier-Täler-Stadt besonders stark ausgeprägt, denn in allen Städten und Gemeinde im Umkreis lag die Wahlbeteiligung bei deutlich über 50 Prozent, doch in Plettenberg ging mit 46,7 Prozent noch nicht einmal jeder Zweite zur Wahl.

Plettenberg - Am niedrigsten lag die Wahlbeteiligung im Bezirk Unterstadt/ Weide / Kersmecke, wo gerade einmal jeder Sechste seine Kreuzchen gemacht hat. Dort lag der Anteil der AfD-Wähler bei 12 Prozent. Höher war der Anteil dieser Wählergruppe nur im Wahlbezirk Eschen II. Dort freute sich die AfD über satte 21,1 Prozent der Stimmen.

Die CDU erzielte im Bereich Hestenberg/Zeppelinstraße mit 46 Prozent das beste Wahlergebnis für Matthias Eggers. Hochburg der Sozialdemokraten und Inge Blask-Anhänger war der Wahlbezirk Ohle und Umgebung mit 44,8 Prozent. Die Grünen trumpften im Wahlbezirk Eiringhausen-Ost/Siesel/Pasel mit 14,9 Prozent groß auf und die FDP freute sich bei einem ansonsten enttäuschenden Ergebnis über 7,4 Prozent in Böddinghausen.

Die Sundhelle war bei der Landtagswahl die Hochburg der Partei Die Linke mit 4,9 Prozent und Die Basis kam im Bereich Holthausen-Bruch/Oberes Elsetal auf ihren Höchstwert mit 2,4 Prozent.

Der Anteil der Briefwähler war wieder hoch, doch insgesamt
ging die Wahlbeteiligung zurück.
Der Anteil der Briefwähler war wieder hoch, doch insgesamt ging die Wahlbeteiligung zurück. © Dickopf, Georg

Keinen Höchstwert, sondern eher einen Tiefpunkt erreichte dagegen das Besucherinteresse bei der Wahlpräsentation im Ratssaal. Lediglich drei Besucher wurden gezählt, als auf einem großen Bildschirm live die ersten Ergebnisse der Wahlbezirke einliefen. Doch wer den entsprechenden Link hatte, konnte die Ergebnisse auch in der Abendsonne bei einem Glas Apfelschorle, Pils oder Weizenbier verfolgen.

Und genau deshalb will Bürgermeister Ulrich Schulte die Wahlpräsentation überdenken und bei der nächsten Europawahl möglicherweise ganz darauf verzichten. Man müsse das auch unter Kostengesichtspunkten sehen, denn die technische Bereitstellung und der Zusatzeinsatz der IT-Mitarbeiter würden Geld kosten. Da das Interesse zuletzt stark abnahm, sei es an der Zeit, diese Form der Präsentation zu überdenken, so Schulte.

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