Jetzt, wo es wieder voller wird

Personalsorgen: Gastronomie findet nach Lockdown-Monaten nicht mehr genug Mitarbeiter

China-Restaurant Lotus Plettenberg
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Kim Lee vom Lotus-Restaurant in Plettenberg freut sich über die Rückkehr der Stammgäste. „Hier kommt das passende Getränk, auch wenn man es noch gar nicht bestellt hat“, lobte einer aus dieser heiteren Runde.

Seit Mitte Juni haben die heimischen Restaurants wieder halbwegs normal geöffnet. Die Freude bei Gastronomen und Gästen ist groß. Der Personalmangel der Branche ist allerdings ein heikles Thema, auch vor Ort.

Plettenberg - „Wir haben uns sehr gefreut, dass wir wieder öffnen dürfen“, sagt Kim Lee vom chinesischen Lotus-Restaurant in Ohle. Seit gut drei Wochen können Gäste jetzt wieder drinnen und draußen auf der Terrasse sitzen – und müssen dafür weder getestet sein noch brauchen sie andere Nachweise. Gut genutzt worden sei in der Lockdown-Zeit der Außer-Haus-Verkauf. „Das ist jetzt ein bisschen weniger geworden“, erzählt sie.

Mit dem Personalmangel, der nach den langen Lockdown-Monaten von vielen Gastronomen angesprochen wird, habe Lee keine Probleme. Dafür suche sie noch immer nach einem Koch. Das sei aber seit gut zwei Jahren – und damit schon vor Corona – der Fall. Aktuell kocht ihr Mann, Inhaber Biu Lee, die chinesischen Speisen. Geöffnet hat das Lokal donnerstags bis sonntags.

Mustafa Yaman, Inhaber des Inside Restaurants in Böddinghausen, freut sich im Gespräch, dass nach der langen Corona-Pause wieder größere Gesellschaften einkehren. Auch mal zwei oder drei Familien würden zusammen essen gehen. Er sei „sehr zufrieden“ und dankbar für seine Stammkunden.

Angesprochen auf den Personal-Mangel in der Gastronomie-Branche, kann er bestätigen: „Es ist schwieriger geworden, Mitarbeiter mit Erfahrung zu finden.“ Da sei es umso besser, dass sein Koch nach den Corona-Monaten wiedergekommen sei.

Zubereitet werden in dem Lokal in Böddinghausen Pizza, Pasta, Grillgerichte und Salate. Gegessen werden kann drinnen und draußen im Biergarten. Bestellungen sind telefonisch, aber auch online über die Bestell-App Lieferando möglich.

Das Problem Personal-Mangel betrifft viele heimische Gastronomen. Nicht alle, mit denen wir gesprochen haben, wollten ihren Namen in der Zeitung lesen. Nach Monaten der Schließung hätten sich Gastro-Mitarbeiter umorientiert und würden nun in anderen Branchen arbeiten, gab einer an. Neue Virus-Varianten und die Unberechenbarkeit der Politik, wie diese darauf reagiert, machten eine langfristige Personal-Planung aktuell zudem fast unmöglich, meinte ein anderer Gastwirt.

Alle Gesprächspartner und wohl auch die Besucher vereinte ein inniger Wunsch: Dass die Coronazahlen sich auf niedrigem Niveau stabilisieren und ein Besuch der heimischen Gaststätten somit weiter ein Genuss bleiben kann.

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