Sausender Eier-Transport

Wie die Motorsportfreunde Plettenberg ihr 90-jähriges Bestehen feierten

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Plettenberg - 90 Jahre des Vereinsbestehens sind ein guter Grund zu feiern. Doch in Zeiten der Corona-Pandemie ist das schwierig. Die Motorsportfreunde Plettenberg ließen sich dennoch nicht abhalten.

Die eine Hand hielt das Lenkrad, während die andere ein Ei auf einem Löffel balancieren musste – eine wahrlich wackelige Angelegenheit, bei der viel Konzentration gefragt war: Für die Kinder und Jugendlichen hatten sich die Motorsportfreunde am Samstag einen besonderen Kart-Parcours auf dem Schulhof des Gymnasiums ausgedacht.

Wegen der Corona-Maßnahmen konnte das 90-jährige Vereinsbestehen nur in kleiner Form stattfinden und auch nur für die Mitglieder. Spaß gemacht hat es den 16 Teilnehmern dennoch, die zum ersten Programmteil am Morgen nach Böddinghausen gekommen waren. Im Einsatz waren neben den beiden Jugendkarts des Vereins auch das Bambini-Kart für Kinder unter zehn Jahren.

„Die Karts sind bis zu 30 km/h schnell, erreichen diese Geschwindigkeit auf der kleinen Strecke hier aber nicht“, erklärte der zweite Vorsitzende Thorolf Nimtz. Kreide und Pylonen markierten die Strecke. Für umgeworfene Pylonen gab es Strafsekunden.

Neben dem Ei, das die Teilnehmer über einige Meter sicher auf einem Löffel transportieren mussten, galt es noch zwei weitere Aufgaben zu lösen: So mussten die Nachwuchsfahrer einen Basketball in den Korb und einen Ball auf eine Dosenpyramide werfen. Für alle unter acht Jahren gab es eine kleine Änderung: Sie mussten den Basketball nicht selbst werfen, sondern ihre Väter.

Für die großen Mitglieder stand am Nachmittag eine Orientierungsfahrt an. Bei 0 Kilometern fiel der Startschuss am Vereinsheim an der Wiesenstraße. Die zehn Teilnehmer-Wagen erhielten eine Karte mit Kilometerangaben und vielen Pfeilen, die die Richtung vorgaben.

„Die Teilnehmer mussten ihren Kilometerstand genau im Auge behalten, damit sie richtig abbiegen“, erklärt Vorsitzender Henning Cordt. Elf Bilder, die auf einem weiteren Blatt abgedruckt waren, mussten gefunden und schließlich Orten zugeordnet werden. Die Strecke führte über Heggen nach Attendorn wieder zurück nach Plettenberg. Die Hauptsache: „Alle sind wieder angekommen“, so der Vorsitzende. Bei Bratwurst ließen die Teilnehmer den Abend gemütlich am Vereinsheim ausklingen.

Die Corona-Maßnahmen haben den Jahreskalender der Motorsportfreunde komplett über den Haufen geworfen. Eigentlich war eine große Feier zum 90. Vereinsgeburtstag angedacht. Auch die vier für dieses Jahr geplanten Oldtimerfrühschoppen mussten – genau wie die Kartläufe – abgesagt werden. Jetzt hoffen alle Vereinsmitglieder, dass sie im nächsten Jahr wieder mehr Gas geben können.

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