Tod von Garifalia Z.

Mordfall schlägt europaweit Wellen

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Ob Spiegel, Stern, WDR, Frankfurter Rundschau oder Münchener TZ – die Berichterstattung im Süderländer Tageblatt über den Ermittlungserfolg im Plettenberger Mordfall zog bundesweit viele Berichte nach sich und auch im Ausland wurde über den Fall berichtet.

Es gibt Neuigkeiten im spektakulären Mordfall, der sich vor 31 Jahren in Plettenberg ereignete und bei dem nun der mutmaßliche Täter in Griechenland ermittelt wurde.

Plettenberg - Nach Informationen unserer Redaktion ist der tatverdächtige 68-jährige Spiridon K., der im griechischen Krankenhaus Agrinio nach einem epileptischen Anfall zwischenzeitlich bei Bewusstsein war, am vergangenen Freitag wieder ins Koma gefallen.

Wie der zuständige Oberstaatsanwalt Dr. Gerhard Pauli auf Anfrage betonte, wartet er weiter auf eine Reaktion aus Griechenland. „Bis jetzt haben wir keinerlei Rückmeldung von den griechischen Behörden bekommen“, bedauert Pauli. Angesichts des kritischen Gesundheitszustandes des Tatverdächtigen werde sich die erhoffte Auslieferung wohl weiter verzögern. Ungeachtet dessen wisse die Staatsanwaltschaft Hagen aktuell nichts vom Sachstand der Ermittlungen in Griechenland. 

Mord vor 31 Jahren: Verjährung in Griechenland nach 25 Jahren

Unabhängig davon bereitet sich die Familie der am 6. April 1989 mit sechs Pistolenschüssen getöteten Garifalia Z. auf einen möglichen Mordprozess in Deutschland vor. Während ein Mord in Griechenland nach 25 Jahren verjährt, gibt es eine solche Verjährungsfrist bei einem Mord in Deutschland nicht. Doch dazu muss der mutmaßliche Täter erst einmal vernehmungsfähig sein und von Griechenland nach Deutschland ausgeliefert werden. Die beiden Töchter der vor 31 Jahren getöteten Plettenbergerin wollen bei dem angestrebten Verfahren gegen den mutmaßlichen Mörder ihrer Mutter als Nebenkläger auftreten. 

Vor zwei Wochen berichteten das Süderländer Tageblatt und parallel dazu auch der Märkische Zeitungsverlag sowie die angeschlossenen Zeitungshäuser exklusiv über den Mordfall, der sich vor 31 Jahren in Plettenberg-Dingeringhausen ereignete und bei dem nun der mutmaßliche Mörder per Zufall in Griechenland ermittelt wurde. Der heute 68-jährige Spiridon K. steht in Verdacht, am 6. April 1989 mit sechs Pistolenschüssen die Plettenbergerin Garifalia Z. in deren Auto erschossen zu haben, weil diese keine Beziehung zu ihm eingehen wollte. 

Mord vor 31 Jahren: Spur des Täters verlor sich

Nach der Flucht des Täters vor 31 Jahren verlor sich die Spur, bis der mutmaßliche Täter Ende April 2020 nach einem epileptischen Anfall in Griechenland ins Krankenhaus eingeliefert wurde und die griechische Polizei bei der Aufnahme der Personalien auf den internationalen Haftbefehl stieß. 

Die Berichterstattung über den Fall schlug bundes- und europaweit hohe Wellen. Über den in Plettenberg recherchierten Artikel wurde am 15. Mai nicht nur im Märkischen Zeitungsverlag, sondern parallel unter anderem auch im Westfälischen Anzeiger, imMünchener Merkur, der Frankfurter Rundschau, derTZ München, der Syker Kreiszeitung und im Fehmarner Tageblatt berichtet. Nach der Veröffentlichung  berichteten in der Folge auch der WDR und SAT1. DieDeutsche Presse Agentur legte nach und auch der Stern und der Spiegel griffen den Mord in Plettenberg auf und bezogen sich dabei auch mehrfach auf den Artikel. 

31 Jahre nach einem Mord in Plettenberg ist der mutmaßliche Täter gefasst worden. Der heute 68-jährige Spiridon K. hat sich über 30 Jahre in Griechenland versteckt. Er soll eine damals 25-Jährige getötet haben.

Mord vor 31 Jahren: Berichterstattung auch in Griechenland aufgegriffen

Die Augsburger Zeitung und die Münchener Abendzeitung berichteten ebenso wie die Portale t-online, web.de, rp-online, ikz online, Ruhr24 und andere über den spektakulären Fahndungserfolg im Plettenberger Mordfall. Und auch die Wiki xy-Seite, die die Fälle der Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ auflistet, verlinkte den Eintrag aus der Sendung vom Mai 1990 mit dem aktuellen Artikel. 

Selbst im fernen Griechenland, wo der Tatverdächtige nach einem epileptischen Anfall in einem Krankenhaus in Agrinio behandelt wird, griff man die Berichterstattung aus Plettenberg auf und veröffentlichte in einer griechischen Tageszeitung die in Plettenberg abgedruckte Karte, die den damaligen Fluchtweg von Plettenberg nach Bari (Italien) zeigt.

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