Wenn acht Männer einfach mal eine ruhige Kugel schieben...

Acht Männer, Boule-Kugeln und gute Laune – mehr brauchen diese Plettenberger nicht, wenn sie sich montags am Boulodrome treffen.

Plettenberg - Viele Jahre fristete die Boule-Bahn neben dem sanierten Eiringhauser Bahnhofsgebäude ein Schattendasein. Kaum jemand spielte dort das in Frankreich so beliebte Spiel mit den Metallkugeln und es wurden sogar Vorschläge gemacht, den Platz anders zu nutzen.

„Das würden wir sehr bedauern“, sagt der Plettenberger Armin Wicker und ergänzt: „Uns würde dann auf jeden Fall etwas fehlen“. „Uns“ – das sind Ulrich Eckmann, Thorsten und Thomas Branscheid, Libori Heseler, Walter Schürholz, Reinhold Seega, Paul Feldmann und eben Armin Wicker.

 Jeden Montagabend treffen sich die Männer, die sich alle seit Jahren und zum Teil vom Fußball her kennen, am Eiringhauser Bahnhof. Und dort schieben die bis zu acht gestandenen Männer eine ruhige Kugel. Wobei es mit der Ruhe schnell vorbei ist, wenn eine gut liegende Kugel im letzten Moment weggeschossen wird. Dann wird angeregt diskutiert und oft auch gefrotzelt. 

 Die Idee zum gemeinsamen Spiel auf der immer noch sehr gut gepflegten Anlage in Eiringhausen hatte Reinhold Seega, ein Freund der frankophilen Lebensart. Und passend dazu sorgt auch bei jeder Montagsrunde ein anderer Teilnehmer dafür, dass es ein Gläschen Wein, einen Happen Käse, Wurst oder andere kulinarische Genüsse gibt. Ein bisschen Frankreich gehört eben auch dazu, wenn im Eiringhauser Boulodrome eine ruhige Kugel geschoben wird. Und gesund hält das Spiel, das erstmals im Jahre 460 vor Christus erwähnt wurde, auch. Selbst Hippokrates empfahl es als sinnvolle Leibesübung.

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