Veranstalterin im Interview

Erstmals Krimidinner in Plettenberg - mit einer Besonderheit

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Plettenberg - Die Fairtrade-Gruppe Plettenberg verwirklicht eine außergewöhnliche Idee: Die Mitglieder laden für Freitag, 20. März, zum ersten Plettenberger Krimidinner in das Gemeindezentrum an der Christuskirche ein. Sebastian Schulz sprach im Interview mit Sonja Büsing von der Fairtrade-Gruppe, was die Besucher da erwartet

Frau Büsing, was wird den Gästen des Krimidinners am 20. März aufgetischt?

Zum einen ein leckeres Drei-Gänge-Menü, selbstverständlich mit Zutaten aus dem fairen Handel zubereitet. Und zum anderen ein kurzweiliges Krimispiel mit dem Titel Mord in Schokistedt, in dem es die Aufgabe ist, dem Täter auf die Schliche zu kommen.

Muss man sich das vorstellen wie bei den großen, bundesweiten Krimidinnern, bei denen die Gäste von Schauspielern bespaßt werden?

Nein, es ist kein Schauspiel-Krimidinner, sondern eher zu vergleichen mit den Varianten, die man sich im Handel für zuhause kaufen kann. Das Spiel wird jeweils an Achter-Tischen gespielt. Um teilnehmen zu können, muss man nicht zu acht sein, die Tische werden vor Ort zusammengestellt. Jeder Gast bekommt eine Rolle zugewiesen – und jeder ist gleichermaßen verdächtig und hat ein wackeliges oder gar kein Alibi.

Wie werden die Rollen vergeben?

Auf jedem Platz liegt eine Beschreibung. Wenn sich der Gast an den Tisch setzt, liest er sich die Karte durch und lernt damit seine Rolle kennen. Aber nur einer ist wirklich der Mörder.

Und wer spielt den Mörder?

Auch jemand am Tisch. Die anderen müssen versuchen, ihn zu ermitteln. Aber der Mörder hat einen Vorteil: Er ist der einzige am Tisch, der lügen darf.

Das hört sich nach dem schweißtreibendsten Job am Tisch an.

Es ist schon ein Unterschied. Als Nichtmörder überlegt man die ganze Zeit, wer der Mörder sein könnte. Als Mörder dagegen können Sie sich eigentlich zurücklehnen, Intrigen spinnen und die anderen beschuldigen.

Wie schreitet das Spiel voran?

Die Mitspieler können sich gegenseitig alles fragen, was ihnen in den Sinn kommt. Gleichzeitig erhalten sie in verschiedenen Runden des Spiels unterschiedlichste Hinweise oder Beweise, welche die Spieler geschickt einsetzen müssen. So ist es möglich, dem Täter auf die Spur zu kommen und gleichzeitig von sich selbst abzulenken. Am Ende können die Spieler dann ihren Tipp abgeben, wer der Täter ist und welches Motiv er für seinen Mord hatte.

Und was passiert, wenn das Spiel mal ins Stocken geraten sollte?

Für jeden Tisch steht ein Helfer unserer Fairtrade-Gruppe bereit, sodass niemand alleine gelassen wird. Wir haben das Spiel auch selbst schon ausprobiert und können sagen, dass es auch für Anfänger gut geeignet ist.

Können Sie uns schon etwas von der Geschichte erzählen, in die die Gäste hineinversetzt werden?

Ja, es geht darum, dass Schokistedt im Rahmen einer Gala zur Fairtrade-Stadt ausgezeichnet werden soll. Die Besucher des Krimidinners sind dann sozusagen Gäste dieser Gala. Dann geschieht ein Mord und jeder Teilnehmer könnte der Täter sein.

Dann gibt es zwischendurch noch etwas auf die Gabel.

Da das sehr kräftezehrend sein kann – vor allem das unschuldig gucken – gibt es dazu ein Drei-Gänge-Menü, selbstverständlich mit Zutaten aus dem fairen Handel zubereitet. Zur Vorspeise reichen wir einen Smoothie, als Hauptgang ein Curry und zum Nachtisch gibt es einen Muffin. An Getränken gibt es Kaffee, Orangensaft und Wein.

Und das alles für einen vergleichsweise geringen Preis von 10 Euro?

Ja, es geht uns nicht darum, einen Gewinn zu erzielen – das wird angesichts des Preises ohnehin nicht klappen. Wir wollen durch den geringen Eintrittspreis allen ermöglichen, daran teilnehmen zu können.

Fakten und Vorverkauf

Das Krimidinner der Fairtradegruppe Plettenberg findet statt am Freitag, 20. März, ab 18 Uhr im Gemeindezentrum, Kirchstraße 2. Eine Karte für das Dinner kostet 10 Euro und ist ab sofort an der Information des Plettenberger Rathauses erhältlich.

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