Fa. Paul steckt 2,5 Mio. Euro in Firmenerweiterung

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Entlang der Ebbetalstraße lässt die Geschäftsführung der Firma Herbert Paul die früheren Parkplätze überbauen, die sich nun neben dem Firmensitz befinden. 

Plettenberg - Die engen Täler in Plettenberg bieten nur wenig Platz für die heimischen Industrieunternehmen – deshalb ist Einfallsreichtum gefragt. Genau den zeigt die Geschäftsführung der Firma Herbert Paul an der Ebbetalstraße, die gerade die größte Investition der fast 70-jährigen Firmengeschichte vornimmt.

Mit Blick auf die geplante Erweiterung erwarb die Geschäftsführung um Thomas und Rainer Knappe bereits vor einigen Jahren den ehemaligen Oestermarkt. Die ursprünglichen Pläne, den Betrieb auf der rund 1 000 Quadratameter großen Fläche zu erweitern, verwarf man, da das Bürogebäude eine sinnvolle Firmenlogistik verhinderte. Stattdessen wurde der ehemalige Parkplatz entlang der Ebbetalstraße auf einer Fläche von 800 Quadratmetern überbaut. Dabei kommen große Fensterflächen zum Einsatz, die den Anbau gar nicht wie ein Fabrikgebäude wirken lassen. Die beiden Geschäftsführer Thomas Knappe und Rainer Knappe wollen mit dem Anbau den zuvor beengten Platzverhältnissen in dem Tal entgegenwirken.

 ,,Die Halle soll in Zukunft zum einen als Lagerfläche, aber auch zur Erweiterung der Produktion genutzt werden“, sagte Thomas Knappe. Zur Gesamtinvestition von 2,5 Mio. Euro zählen auch eine neue Schleif- und Erodiermaschine, Bohrmaschinen und ein Stanzautomat. Für die wegfallenden Parkplätze wurde die Fläche des ehemaligen Oestermarktes in einen modernen Firmenparkplatz umgewandelt. Der lang anhaltende Winter sorgte bei der Firmenerweiterung zwar für eine rund achtwöchige Verzögerung, doch spätestens zu Beginn der Sommerferien sollen die Arbeiten komplett abgeschlossen sein. So zäh und lang der Winter war, so glatt liefen im Vorfeld der Erweiterung die Abstimmungen mit dem städtischen Planungsamt.

 „Wir sind dabei sehr schnell auf einen Nenner gekommen“, freute sich Rainer Knappe über die konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadt. Der mittelständische Betrieb, der weiterhin auf einen Einschicht-Betrieb setzt, produziert im Bereich der Stanz- und Umformtechnik Prototypen, Kleinserien aber auch Massenfertigungen. Die Stanzteile der Firma finden sich in vielen Bereichen der Automobilindustrie. So fährt kein Volvo ohne ein Paul- Bauteil im Tankstutzen. Doch das Unternehmen ist breit aufgestellt und liefert auch an die Elektro- und Bauindustrie sowie an die Luft- und Raumfahrttechnik. Die Firma Herbert Paul, die sich bis heute im Familienbesitz befindet, wurde von Otto Nölle und Herbert Paul 1949 gegründet und später an Herbert Pauls Tochter Sigrid Knappe übergeben (1979). Nach ihrem Tod übernahm ihr Mann Rainer Knappe 1992 die Geschäfte, der das Unternehmen seit dem Jahr 2002 zusammen mit seinem Sohn Thomas Knappe führt. „Wir ergänzen uns ganz hervorragend“, findet Rainer Knappe, der es gut findet, wie sein Sohn Thomas Knappe das Unternehmen mit frischen Ideen in die Zukunft führt. 

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