Modepark Röther schließt in Bochum - in Plettenberg ist noch Luft nach oben

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Bei der Umsatzentwicklung in Plettenberg sieht der Modepark-Chef noch Luft nach oben.

Plettenberg – Der Modepark Röther feiert Ende September sein einjähriges Bestehen am Maiplatz. Deutlich länger gibt es den Modepark Röther bereits in Bochum. Seit 2009 ist die schwäbische Kette mit einem 6 500 Quadratmeter großen Markt in der Ruhrgebietsstadt vertreten. Im Sommer wird der Standort geschlossen.

Zu den Gründen sagt Geschäftsführer Michael Röther auf Anfrage folgendes: „Am Ende muss man wirtschaftlich denken. Wir haben dort ein tolles Team, aber werden Ende Juli schließen, wenn der Mietvertrag ausläuft. Wir sind dort leider nicht in die schwarzen Zahlen gekommen“, bedauert Röther, der bei einer ähnlichen Größe wie in Plettenberg in Bochum allerdings nicht als Käufer der Immobilie auftrat, sondern einen Mietvertrag über zehn Jahre abschloss.

 Bestätigt wurde die Schließung vom Immobilieneigentümer, der DIC Asset AG. Man sucht bereits einen Nachfolgemieter für die Flächen im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss des Gebäudes. 2009 hat der Modepark Röther, ein Familienunternehmen aus Baden-Württemberg mit derzeit 44 Filialen in Deutschland und Österreich, den Standort Bochum eröffnet. 

Navigation führt in die Irre

In Plettenberg gibt es derzeit Probleme mit der Navi-Führung. Wer aktuell die Adresse „Maiplatz 5“ eingibt, wird per Navigationsgerät nicht zum riesigen und oft nur wenig genutzten Parkhaus des Modeparks an der Wallumgehung geführt, sondern zum Maiplatz, der nur ein paar Kurzzeitparkplätze bietet und noch dazu bald zu einer Großbaustelle wird. Dankbar nahm Michael Röther deshalb den bereits von CDU-Ratsherr Klaus Ising unterbreiteten Vorschlag zu einer Adressänderung an.

 Auf Anfrage der Heimatzeitung erklärt Stadtplaner Matthias Schröder zur Adressänderung folgendes: „Eine Sekundäradresse einzurichten ist in dem Fall durchaus möglich. Diese müsste dann Am Wall 2 lauten.“ Möglicherweise geändert wird demnächst auch die Position des Parkscheinautomaten. Der befindet sich weit entfernt von den Aufzügen an der Auffahrt zum Parkhaus. 

Ein Stück weit entfernt ist man in Plettenberg auch noch von den gewünschten Umsätzen im Modepark Röther. 

Geschäftsführer Michael Röther (re.) packte in der Eröffnungsphase selbst mit an.

„Plettenberg entwickelt sich, aber wir sind noch nicht da, wo wir hin wollen“, sagte der Geschäftsführer im Gespräch mit unserer Zeitung. Das sei aber ein ganz natürlicher Prozess, den man auch von anderen Städten kenne. „Wir müssen den Bekanntheitsgrad in der Region weiter vergrößern. Plettenberg allein reicht als Markt nicht aus – das war klar“, so Röther. Um einen so „großen Laden“ erfolgreich zu etablieren, sei Stehvermögen gefordert – „und das haben wir.“ Auch wenn man in Bochum eine Filiale schließe, seien im Herbst Neueröffnungen in Idar-Oberstein und Brandenburg an der Havel geplant.

 Kritik an nicht gleichzeitig laufenden Rabattaktionen im Internet und den Filialen sei verständlich, „aber es ist schwer, die einzelnen Rabattaktionen immer miteinander abzustimmen“, bat Röther um Verständnis und verwies alternativ auf die Kundenkarte.

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