„Baustopp käme jetzt zum ungünstigsten Zeitpunkt“

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Jede Menge Handwerker geben sich derzeit im ehemaligen Real-Gebäude die Klinke in die Hand, schließlich soll bis Ende Augsut alles fertig sein.

Groß war in der Stadt Plettenberg die Erleichterung, als im März letzten Jahres ein Käufer für die Real-Immobilie am Maiplatz gefunden war. Dort soll am 30. August diesen Jahres der Modepark Röther eröffnet werden. Soll, denn auf den letzten Metern versucht nun die Stadt Attendorn die Ansiedlung zu verhindern und klagt wie berichtet gegen die von der Stadt Plettenberg erteilte Baugenehmigung.

Was das für das Unternehmens aus Michelfeld im Landkreis Schwäbisch Hall bedeutet, ist noch nicht absehbar. „Es gibt keinen Baustopp und deshalb arbeiten wir erst einmal ganz normal weiter“, sagte der zuständige Bauleiter Manfred Baumann gestern auf Anfrage unserer Zeitung.

„Wir sind schon unheimlich weit, deshalb käme ein Baustopp jetzt zum ungünstigsten Zeitpunkt. Wir müssen das Gebäude trotzdem zu Ende sanieren und fertig machen – alles andere macht gar keine Sinn“, befand Baumann. Wenn man jetzt die für Parkdeckabdichtung verantwortliche Kolonne abziehen würde, wäre ein größerer Folgeschaden vorprogrammiert. Ganz abgesehen von den Zusatzkosten.

Bei der überaus aufwändigen Abdichtung des Parkdecks, die sich als weitaus komplizierter erwies, als ursprünglich angenommen, habe man nun rund 70 Prozent aller Arbeiten erledigt.

Im Innerern des Gebäudes sei der Einbau der Sprinkleranlage nahezu abgeschlossen und auch die Lüftungsanlage stehe vor der Fertigstellung. Der eigentliche Ladenbau und die Warenanlieferung erfolge in den letzten acht Wochen vor der Eröffnung, die am 30. August geplant sei. Parallel dazu läuft im Hintergrund bereits die Personalplanung für die Neueröffnung.

Insgesamt investiert das Michelfelder Unternehmen nach Informationen unserer Zeitung deutlich mehr als zehn Mio. Euro. in die Sanierung des Gebäudes und die Modepark-Neueröffnung in Plettenberg.

Was passieren würde, wenn das Verwaltungsgericht die Arbeiten stoppen würde und es gegebenenfalls zu einem mehrmonatigen Baustopp käme, fasste Baumann abschließend wie folgt zusammen: „Das wäre eine mittlere Katastrophe“.

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