Michael Röther setzt auf Telefonkonferenz

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Die stellvertretende Filialleiterin Nicole Hahn und das gesamte Modepark-Team sind bereit für die Eröffnung. Auf der Fläche von rund 6 000 Quadratmeter ist bis auf ganz wenige Ausnahmen alles für die Kunden hergerichtet

Plettenberg - Selten hat ein Thema die Stadt so aufgewühlt wie der Streit um den Modepark Röther in Plettenberg. Vor zwei Jahren kannte hier kaum jemand das mittelständische Familienunternehmen aus dem Schwabenland – heute ist es hier und in Attendorn in aller Munde.

Gestern meldete sich mit Modepark-Geschäftsführer Michael Röther der Mann zu Wort, der sich am Mittwoch in einer Sitzung befand, als die Attendorner um 16.48 Uhr – zwölf Minuten vor dem Beginn der Hauptausschusssitzung – beim Modepark-Anwalt anklingelten. „Unser Anwalt hat die Mail zwar am Mittwoch um 11.41 Uhr bekommen, hatte aber viele Termine und einfach keine Zeit, es mit mir abzustimmen“, bedauerte Röther. Noch dazu sei er davon ausgegangen, dass der schriftliche Vertragsentwurf erst bis zur geplanten Dringlichkeitsentscheidung am Freitag (gestern also) vorliegen müsste.

Michael Röther (links) und Thomas Röther, Geschäftsführer des Modeparks Röther, hoffen auf den Durchbruch bei einer Telefonkonferenz.

 „Wenn der schriftliche Vergleichsentwurf – und wir reden hier gerade einmal von drei Seiten – einen Tag vorher gekommen wäre, hätten wir uns mit der Gegenseite sicherlich geeinigt“, sagte Röther. So aber habe schlichtweg die Zeit gefehlt. Doch Röther blieb gestern nicht untätig, „denn wir wollen so schnell wie möglich eröffnen.“ Er habe seinen Anwalt darauf angesetzt, möglichst kurzfristig zu Wochenbeginn eine Telefonkonferenz anzuberaumen, um die noch offenen Punkte zu klären. 

„Wir haben in dem gemeinsame Gespräch mit den Attendornern Einigung erzielt und ich denke, dass uns das auch in schriftlicher Form gelingt“, sagte Röther. Zwar sei in dem Entwurf auch ein Passus enthalten, über den man vorher nicht gesprochen habe. Er zeigte sich aber optimistisch, dass man sich über die mündlich vereinbarten Punkte einigen könne. Und dann, so hofft Michael Röther, könne bei einem entsprechenden Dringlichkeitsbeschluss alls ganz schnell gehen – und das möglicherweise auch noch vor dem 26. September. 

„Wir sind alle sehr optimistisch, dass wir das hinbekommen“, sagte Röther und ergänzte: „Wenn am Abend die Entscheidung fällt, können wir am nächsten Tag die Türen aufsperren. Wir sind Mittelständler und flexibel“. Dass dem so ist, konnte man gestern im Modepark Röther sehen. Die Außenreklame ist fertig installiert, die letzten Malerarbeiten laufen und innen sind fast alle Regale auf der 6 000 Quadratmeter großen Verkaufsfläche auf zwei Etagen fertig eingeräumt. Die zahlreichen Mitarbeiter sind bereits mit dem „Feintuning“ beschäftigt und fiebern der Modepark-Eröffnung entgegen.

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