1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Plettenberg

„MK-Landrat kann Bürgern nicht viel Hoffnung machen: „Verkehrslage wird sich verschärfen“

Erstellt:

Kommentare

Landrat Marco Voge war zu Gast im Heimathaus. Unter anderem Günter Heerich (links) und Rolf Wilmink kamen mit dem Landrat ins Gespräch. Landrat Marco Voge war zu Gast im Heimathaus. Unter anderem Günter Heerich (links) und Rolf Wilmink kamen mit dem Landrat ins Gespräch.
Landrat Marco Voge war zu Gast im Heimathaus. Unter anderem Günter Heerich (links) und Rolf Wilmink kamen mit dem Landrat ins Gespräch. © ashoff

Landrat Marco Voge war auf Einladung des Plettenberger Heimatkreises zu Gast im Heimathaus und sprach über die Verkehrsinfrastruktur.

Plettenberg – Die Digitalisierung des Wirtschaftsstandorts MK, die Verkehrspolitik in NRW und im Kreis sowie die langatmigen Planungs- und Genehmigungsphasen in Deutschland: Diese und andere Themen standen im Mittelpunkt eines Abends im Heimathaus, bei dem auf Einladung des Heimatkreises Plettenberg Landrat Marco Voge zu Gast war. Vorsitzender Günter Heerich konnte dazu viele interessierte Bürger begrüßen.

Marco Voge begann seine Ausführungen mit der Vorstellung seiner Person, seiner Tätigkeit als CDU-Landtagsabgeordneter in Düsseldorf und nun als Landrat des Märkischen Kreises, zu dem er zahlreiche Zahlen und Daten im Gepäck hatte. Auch das neue Brandschutz- und Rettungsdienstzentrum im Gewerbegebiet Rosmart sowie die Partnerschaften mit dem Landkreis Elbe-Elster und dem polnischen Kreis Ratibor sowie einer weiteren geplanten Partnerschaft mit einer Stadt in Irland fanden Erwähnung.

Landrat Marco Voge war zu Gast im Heimathaus. Unter anderem Günter Heerich (links) und Rolf Wilmink kamen mit dem Landrat ins Gespräch. Landrat Marco Voge war zu Gast im Heimathaus. Unter anderem Günter Heerich (links) und Rolf Wilmink kamen mit dem Landrat ins Gespräch.
Landrat Marco Voge war zu Gast im Heimathaus. © ashoff

„Der Märkische Kreis ist ein wichtiger Wirtschaftsstandort in der Region“, erläuterte Voge weiter. „Infolge der Sperrung der Rahmedetalbrücke der A45 sowie die Sperrung einer Brücke der B236 bei Altena wird sich die Verkehrslage in dieser Region noch verschärfen.“ Der Landrat befürchtet, dass sich Ansiedlungen im Standort MK in andere Regionen verlagern könnten und somit Arbeitsplätze und Kaufkraft wegfallen.

Daher sei auch die Digitalisierung des Wirtschaftsstandort MK ein wichtiger Baustein in der Weiterentwicklung des Kreises. Es stelle sich dabei nur die Frage, mit wem dies umgesetzt werden könne. „Gemeinsamkeiten sind an dieser Stelle wichtig“, betonte Voge. Deshalb habe der Kreistag auch zwei neue Stellen innerhalb der Kreisverwaltung beschlossen. Im Fachdienst „Kreisentwicklung“ sei eine bessere Nutzung der Vernetzung im digitalen Bereich das Ziel. Zudem soll aufgezeigt werden, was die Region zu bieten hat. Denn: Viele Arbeitgeber im Kreis seien international weit verzweigt, was von großer Bedeutung sei. Das Sauerland sei nicht nur ein wichtiger Industriestandort, sondern habe auch eine lebenswerte Landschaft. „Wir leben da, wo andere Urlaub machen“, war Voge überzeugt.

Landrat Marco Voge war zu Gast im Heimathaus.
Die A45-Sperrung war auch ein Thema. © Carsten Engel

Eine angeregte Diskussion mit den Besuchern schloss sich den Ausführungen des Landrats an. Schwerpunkt der Debatte war erwartungsgemäß die Verkehrspolitik in NRW und im Kreis. Leider sei die Mobilität –  vom Auto bis zur Bahn – derzeit eingeschränkt. „Wir haben uns einen gewissen Wohlstand erarbeitet, der jetzt gefährdet ist“, lautete denn auch der Konsens. Und: „Wir bereiten uns Probleme, die es in anderen Ländern nicht gibt, wie etwa die besagte Maus, die sich im Winterschlaf befand, oder die langatmigen Planungs- und Genehmigungsphasen in Deutschland. Wir müssen das Selbstbewusstsein haben, zu sagen: Wir können das“, so der Landrat, der abschließend eine bessere Informationspolitik seitens der Administration in Berlin anmahnte.

Auch interessant

Kommentare