Kommunalwahl am 13. September

CDU will Gewerbesteuern senken

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Im Festsaal Ochtendung war genug Platz, um in Coronazeiten die CDU-Mitgliederversammlung durchzuführen.

Plettenberg – Die Plettenberger CDU-Ortsunion hat der Corona-Pandemie zum Trotz am Mittwoch die schon Wochen zuvor geplante Mitgliederversammlung durchgeführt, um dabei die Kandidaten für die NRW-Kommunalwahl im September festzulegen.

Im Festsaal Ochtendung gab es genug Platz für die 28 stimmberechtigten Mitglieder, um mit Abstand zueinander die erforderlichen Abstimmungen vorzunehmen und zugleich den Ausführungen von Bürgermeisterkandidat Patrick Hansmann, dem Vorsitzenden Adrian Viteritti, Landratskandidat und MdL Marco Voge und dem Landtagsabgeordneten Thorsten Schick zu folgen. Auf trockene und zugleich launige Art führte Kreisgeschäftsführer Andr´e Krause derweil durch die Wahlen. 

Patrick Hansmann nutzte eine der Wahlpausen, um sich gut fünf Monate nach seiner Nominierung als Herausforderer von Bürgermeister Ulrich Schulte noch einmal vorzustellen und ein paar Eckpunkte zu nennen. Der 39-jährige Bankbetriebswirt ist verheiratet, Vater einer Tochter und arbeitet im Controlling der Sparkasse, der er seit seiner Ausbildung treu ist. Im Festsaal Ochtendung erinnerte er sich an seine damals frei gehaltene Abiturrede und bedauerte, dass er in diesem Jahr keinerlei Schützenfeste besuchen könne, wo man mit vielen Bürgern ins Gespräch kommen könne. 

„Der Stadt fehlt durch den Wegfall der ganzen Veranstaltungen ein wichtiges Stück Identität“, sagte Hansmann angesichts des zum Erliegen gekommenen gesellschaftlichen Lebens. Er unterstrich, dass es wichtig gewesen sei, am Wahltermin im September festzuhalten. Der Wahlkampf finde nun zwar unter anderen Bedingungen statt, aber man habe noch knapp vier Monate Zeit. „Wir werden uns kreativ zeigen müssen“, so Hansmann, der sich freue, mit dem CDU-Team „nun endlich loslegen zu können.“

Angesichts sinkender städtischer Einnahmen und der schwächelnden Wirtschaft sei es wichtig, die heimischen Gewerbebetriebe zu unterstützen. „Es ist an uns, kreative Ideen zu entwickeln“, sagte Hansmann, der sich beispielsweise vorstellen könne, Unternehmen bei der Gewerbesteuer zu entlasten, wenn sie am Standort Plettenberg investieren und Arbeitsplätze schaffen. Gleichwohl gab er zu bedenken, dass die Stadt zukünftig nicht alle Standards halten könne. Deshalb sei es wichtig, an Projekten wie dem Bürgerforum festzuhalten und die Bürger bei Entscheidungen mit ins Boot zu holen, um auszuloten, wie Gestaltungsspielräume geschaffen werden können, so Hansmann abschließend.

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