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Mitgliederschwund: Krankenhaus-Förderverein will „nicht unter die 1000 rutschen

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Von: Jona Wiechowski

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Der teilweise neu-, teilweise wiedergewählte Vorstand des Krankenhaus-Fördervereins um den ersten Vorsitzenden Ernst Holtmann (6. v. li.).
Der teilweise neu-, teilweise wiedergewählte Vorstand des Krankenhaus-Fördervereins um den ersten Vorsitzenden Ernst Holtmann (6. v. li.). © Wiechowski

Im Plettenberger Krankenhaus müssten weiter Investitionen getätigt werden – nicht nur rein finanzieller Natur, zum Beispiel in Form der Modernisierung, sondern auch in die Werbung neuer Mitglieder für den Förderverein.

Plettenberg - Denn derzeit zähle der Krankenhaus-Förderverein 1 030 Mitglieder, wie im Rahmen der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend erklärt wurde. Von den 1 700, die es zu Spitzenzeiten einmal waren, ist das weit entfernt. Fritz Boy, Geschäftsführer des Fördervereins, formulierte als Ziel, „nicht unter die 1 000“ zu rutschen. Dabei stünde nicht der Mitgliederbeitrag im Vordergrund, der unverändert bei 20 Euro im Jahr bleibt, wie auf der Versammlung einstimmig entschieden worden ist. Vielmehr gehe es darum, dass sich jeder mit einer Mitgliedschaft für das Krankenhaus vor Ort ausspreche.

„Corona hat uns gezeigt, wie wichtig unser Krankenhaus vor Ort ist“, sagte Boy am Mittwochabend in der Krankenhaus-Kapelle. „Wir sollten alles dafür tun, um es zu erhalten.“

Um auf den Verein, der dem Krankenhaus zum Beispiel mit der Anschaffung medizinischer Geräte unter die Arme greift, aufmerksam zu machen, seien zuletzt neue Flyer erstellt worden. Dazu soll in Kürze eine eigene Homepage an den Start gehen, so Boy.

Erfreut konnte der Geschäftsführer berichten, dass der Förderverein Anfang dieses Jahres die Gemeinnützigkeit wiedererlangt hat. Damit kann er wieder Spendenbescheinigungen ausstellen. Das war nach der Übernahme des Krankenhauses durch den Radprax-Konzern vorübergehend nicht möglich. Der Förderverein musste seine Satzung anpassen.

Corona habe sich auch in der Kasse bemerkbar gemacht. Die Einnahmen seien in 2020 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Das ging aus dem Bericht von Schatzmeister Hermann-Josef Deitmerg hervor.

Corona-Zeit gut überstanden

Krankenhaus-Geschäftsführer Dr. Christian Kloeters sprach in seinem Bericht von einer Coronazeit, die das Krankenhaus „teils sehr stark belastet“ habe. Dennoch hätten alle Patienten versorgt werden können; das Krankenhaus sei sehr gut durch die Coronazeit gekommen.

Kloeters ging auf die Investitionen am Krankenhaus ein, darunter die kürzlich rundum erneuerte Station 5, betonte aber auch: „Wir müssen noch mehr investieren.“ Es gebe noch viel zu tun.

Der Fachkräftemangel mache sich auch im Krankenhaus bemerkbar. „Wir haben drei fachärztliche Stellen ausgeschrieben und noch keine Bewerbung“, erklärte Kloeters, der in Kürze auf eigenen Wunsch ausscheiden wird.

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