Jahreshauptversammlung der SGV-AG in Ohle

Mitglieder geben grünes Licht für Oesterbach-Renaturierung

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Der Vorstand um der ersten Vorsitzenden Peter-Wilm Dickehage (3.v.li.). Bankwart Volker Crummenerl (stehend) sprach in seinem Bericht davon, dass es 2017 weniger Müll und weniger Vandalismus gab

Plettenberg -  Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Plettenberger SGV-Arbeitsgemeinschaft gab es erfreuliche Neuigkeiten zu verkünden – das Jahr 2017 war in vielerlei Hinsicht erfolgreicher als das Vorjahr. Und auch in 2018 stehen einige große Projekt auf dem Programm, weshalb auch ein besondere Gast unter den üblichen rund 20 erschienenen Teilnehmern im SGV-Heim in Ohle weilte.

Der Vandalismus habe nachgelassen, wie Bank- und Wegewart Volker Crummenerl in seinem Bericht verkündete. „Wir mussten nur insgesamt drei Bänke reparieren – im Vorjahr waren es noch elf Stück“, erklärte Crummenerl. Auch Müll habe man viel weniger sammeln müssen. Insgesamt nur zehn Säcke im gesamten Jahr – 2016 seien es noch 26 Säcke gewesen. 

Außerdem sei man froh über die erfolgreiche Erschließung des HestenbergRundweges im vergangenen Jahr. Ein kürzerer Vier-Kilometer-Weg und ein doppelt so langer Pfad wurden eröffnet, für die die SGV-Abteilung Geschichtstafeln und Waldsofas aufgestellt hatte. Außerdem waren die Mitglieder damit beschäftigt, Aussichtspunkte freizuschneiden und Nistkästen gemeinsam mit den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr und der Abteilung Elsetal hergestellt, aufgehängt und die schon vorhandenen gereinigt. 

Detmar Eger berichtete anschließend über Informationen zur geänderten Datenschutzgrundverordnung. Ab Mai 2018 gebe es verschärfte Richtlinien. „Zum Beispiel muss man dann jedem Mitgleid Auskunft über die gespeicherten Daten geben. Auf Wunsch müssen dann auch alle Daten aus dem System gelöscht werden – das gilt natürlich nur für ehemalige Mitglieder, die anderen Daten brauchen wir ja noch!“, so Eger, bevor er noch die Anzahl der Wanderung in den drei Abteilungen ansprach: „In Eiringhausen ist die Anzahl der Teilnehmerzahlen bei den Wanderungen, sowie die der Wanderungen 2017 selbst leicht angestiegen.“ In den anderen beiden Abteilungen seien die Zahlen dagegen leicht gesunken. 

Das spannendste Thema des Abends gab es allerdings ganz zum Schluss der Versammlung. Dominic Eickelmann von der Stadt Plettenberg war zu Gast und durfte zum Punkt Verschiedenes sein Anliegen vortragen. Der städtische Mitarbeiter vom Sachgebiet Planen und Bauen ist unter anderem für die Themen Hochwasser, Kanalunterhaltung und Gewässer zuständig und hatte an dem Abend folgendes Diskussionsthema mitgebracht. „Die SGV-AG ist Besitzerin eines Feuchtbiotopes in Plettenberg. Ich würde gerne eine Renaturierung des sich im Biotop befindlichen Oesterbaches durchführen, um dem Gewässer wieder seine Natürlichkeit zurückzugeben. Außerdem beschäftige ich mich mit dem Thema Hochwasserschutz“, erklärte Eickelmann seine Pläne. Er stellte den anwesenden Mitgliedern erst einmal vor, was es überhaupt mit dem Begriff Renaturierung (s. Info-Telegramm) auf sich habe und wie genau sich die Maßnahmen in welchem Bereich gestalten würden. Es ginge darum, den vor vielen Jahren begradigten Flusslauf wieder in seine ursprüngliche Form zu bringen, um die Fließgeschwindigkeit zu entschleunigen und somit für einen besseren Hochwasserschutz zu sorgen. Für die Maßnahmen müssten einige Bäume in dem Bereich weichen – die meisten von ihnen müssten aber sowieso entfernt werden, da sie so weit ins Wasser ragten, dass der Wasserschutz gefährdet sei.

 Es handelt sich bei der konkreten Örtlichkeit um den Bachabschnitt an der eheamligen Firma Groll, parallel zur Oestertalstraße. Auf welcher Länge die Maßnahme wirklich durchgeführt würden, müsste man in weiteren Gesprächen festlegen. „Ich möchte heute einfach nur erst einmal bei Ihnen anfragen, ob überhaupt Interesse bestehen würde. Wir würden die Maßnahmen durchführen und für Sie entstehen keinerlei Kosten“, machte Eickelmann noch einmal deutlich. Die Stadt Plettenberg würde dieses Vorhaben zum kleineren Teil finanzieren – der Großteil würde aus einem Fördertopf übernommen. Bevor jetzt aber weiter geplant wird, muss allerdings erst noch mit weiteren Eigentümern gesprochen werden, die auch von den Maßnahmen betroffen sind. Die SGV-Mitglieder stellten nach Eickelmanns Ausführungen einige Fragen in Richtung Natur- und Wasserschutz. Generell stimmten sie erst einmal dafür, diese Planungen an den Start gehen zu lassen. 

Im nächsten Schritt wolle man sich nun erst einmal zu einer Ortsbegehung mit allen Beteiligten treffen, um über Konkretes und eventuelle nächste Aktionen ins Gespräch zu kommen.

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