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Ausbildung: 135 Stellen in Plettenberg und Herscheid unbesetzt

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Von: Christos Christogeros

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Rente mit 70
Besonders im für die heimische Region sehr wichtigen gewerblich-technischen Sektor gibt es noch viele unbesetzte Ausbildungsstellen, teilt die Agentur für Arbeit Iserlohn mit. © Monika Skolimowska / dpa

Am 1. August startete das neue Ausbildungsjahr. Dabei sind viele Stellen in Plettenberg und Herscheid noch immer nicht besetzt. Das meldet die Agentur für Arbeit Iserlohn.

Plettenberg/Herscheid - Demnach haben sich 131 Jugendliche aus Plettenberg und Herscheid seit Oktober 2021 an die Berufsberatung der heimischen Agenturen für Arbeit gewandt, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Insgesamt sind das 13 Personen weniger als im Vorjahr. 25 Jugendliche sind davon aktuell noch unversorgt: 22 Personen weniger als ein Jahr zuvor.

Der gesunkenen Zahl an Bewerbern stehen derzeit 267 gemeldete Berufsausbildungsstellen gegenüber, von denen aktuell noch 135 Ausbildungsplätze unbesetzt sind. Im Vergleich zum Vorjahr sind seit Beginn des Berichtsjahres 73 Ausbildungsstellen mehr gemeldet worden, berichtet die Agentur für Arbeit Iserlohn.

Ein ähnliches Bild – weniger Bewerber, aber mehr gemeldete Ausbildungsstellen – zeigt sich kreisweit. Bis Juli 2022 sind im Märkischen Kreis insgesamt 2 963 Berufsausbildungsstellen gemeldet worden. Dem gegenüber stehen 2 221 Bewerber, die sich im Laufe des Berichtsjahres bei den Agenturen für Arbeit vor Ort gemeldet haben. Auf einen Bewerber kommen damit im Märkischen Kreis 1,3 Ausbildungsplätze.

Zurzeit sind laut der Agentur für Arbeit noch 446 junge Frauen und Männer auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Gleichzeitig sind noch 1 251 Ausbildungsplätze unbesetzt. Somit kommen auf jeden unversorgten Bewerber 2,8 unbesetzte Berufsausbildungsstellen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl von Bewerber um 2,1 Prozent gesunken. Im selben Zeitraum ist die Zahl der Ausbildungsstellen um 23,6 Prozent gestiegen. Auch mit Start des Ausbildungsjahres zum 1. August bestünden daher bis in den Herbst hinein für alle Beteiligten noch gute Chancen.

„Es ist noch viel Dynamik im Ausbildungsmarkt“, berichtet Stefan Steinkühler, operativer Geschäftsführer der Iserlohner Arbeitsagentur. „Die Chancen stehen so gut wie noch nie, weil so viele Firmen Ausbildungsstellen gemeldet haben.“

Wer sich spät für eine Ausbildung entscheidet, der sollte wissen, dass am 1. August nicht alles vorbei ist. Bis in den Herbst hinein kann man noch eine Ausbildung aufnehmen, in Ausnahmefällen auch später, je nach individuellem Hintergrund des Bewerbers und in Abstimmung mit der zuständigen Kammer und dem Arbeitgeber.

„Unsere Erfahrung zeigt: Nicht alle, die einen Ausbildungsvertrag unterschrieben haben, treten die Stelle auch an. So werden für unversorgte Jugendliche oder Abbrecher, die sich umorientieren wollen, immer wieder neue Möglichkeiten frei“, so Stefan Steinkühler.

Die Bandbreite der freien Stellen reiche über alle Branchen und Berufe. Besonders im gewerblich-technischen Sektor, der für die heimische Region sehr wichtig ist, sei noch viel offen. Selbst bei den beliebten kaufmännischen Berufen seien noch Stellen frei. Hintergrund sei die hohe Nachfrage nach Fachkräften, die bei den heimischen Unternehmen auch wieder zu einer verstärkten Ausbildungsbereitschaft geführt habe.

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