Krankenhaus rüstet sich für Infizierte

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Der Anmeldecontainer vor dem Krankenhaus wird gut genutzt. Am Montag wird hinter dem Krankenhaus ein Container für Abstriche möglicher Infizierter aufgestellt.

Plettenberg – Noch immer gibt es keinen Patienten mit Coronavirus, der im Plettenberger Radprax-Krankenhaus behandelt werden muss. Die vier Betroffenen in Plettenberg befinden sich entweder in häuslicher Quarantäne oder werden in anderen Häusern behandelt.

Ungeachtet dessen ist das heimische Krankenhaus vorbereitet auf eine größere Zahl von Infizierten. Insgesamt könne man nach den Worten von Dr. Georg Krupp, Chefarzt und Corona-Koordinator, bis zu elf infizierte Patienten mit Beatmungsgeräten versorgen. Kurzfristig könnten vier Patienten intensivmedizinisch behandelt werden. Man habe in kurzer Zeit ein sehr gut funktionierendes Organigram entwickelt und Abläufe besprochen – nun sei man bereit für entsprechende Zuweisungen. Die Mitarbeiter der Materialausgabe versuchen unterdessen – leider zu überhöhten Preisen – weitere Schutzanzüge zu bekommen. Desinfektionsmittel seien noch vorhanden, würden aber auch in großen Mengen benötigt. Falls Plettenberger Firmen hier noch aushelfen könnten, sei man dankbar, so Krupp.

Das Intensivteam des Krankenhauses appellierte an die Bevölkerung.

 Gut eingespielt hat sich nach den Worten von Geschäftsführerin Barbara Teichmann die neue Eingangsschleuse vor dem Krankenhaus. Dort müssen sich Patienten seit Donnerstag in einem Container anmelden. Besucher haben keinen Zutritt mehr, denn aufgrund der stetig weiter steigenden Infektionszahlen hat das Land NRW ein generelles Besuchsverbot für Krankenhäuser ausgesprochen. 

„Wir bitten die Angehörigen unserer Patienten um Verständnis für diese unumgängliche Maßnahme. In dringenden Fällen können Ausnahmeregelungen getroffen werden“, erklärte Teichmann. Die Mitarbeiter der Intensivabteilung in Plettenberg sorgen derweil mit einem Bild für Aufsehen. Darauf halten die Mitarbeiter Zettel mit der Aufschrift: „Wir halten durch – für Euch! Bleibt Ihr zu Hause. Für uns!“ In den sozialen Medien gab es viel Beifall und Lob für das Foto. Viele Plettenberger Bürger bedankten sich bei den Krankenhaus-Mitarbeitern für deren Einsatz. 

Auch das DRK Plettenberg rüstet sich derweil für zusätzliche Einsätze. Der 1. Vorsitzender Peter Krieger veröffentlichte ein Bild von der DRK-Bereitschaft und einem Aufruf: „Wir bleiben für EUCH in Bereitschaft, bleibt

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