Grafweg: Vollsperrung nötig

Am Karlsplatz soll ein Kreisverkehr entstehen. Die Zufahrt von der Zeppelinstraße zum Dingeringhauser Weg soll jedoch weiterhin separat möglich sein.

Plettenberg - Im kommenden Jahr soll der Grafweg ausgebaut werden. Die Planungen dazu wurden bereits erstellt. Obwohl es sich dabei um eine Landstraße handelt, soll die Stadt Plettenberg als Auftraggeber fungieren.

Das bedeutet, dass die Stadt Plettenberg die Rechnungen an die ausführende Firma zahlt. Der Aufwand wird der Stadt von Straßen.NRW erstattet. „Das hat im Haushalt eine positive Auswirkung“, erklärte Bauamtsleiter Sebastian Jülich im Bau- und Liegenschaftsausschuss. Das soll sich ändern: Für die gesamte Straße ist auf beiden Fahrbahnseiten ein durchgehender Bürgersteig geplant, so zum Beispiel auch unter halb des Feel-Good-Studios und der Lidl-Filiale am Grafweg. Von dort soll dann in dem Bereich, in dem sich jetzt eine Böschung befindet, eine Treppe vom zukünftigen Bürgersteig zum Lidl chinauf führen.

 Ob und inwieweit etwas an der oberen Ausfahrt des Discounters verändert werden soll, stehe jedoch noch nicht fest. Das Problem sei derzeit, dass unterhalb der Böschung geparkt werde und das auch sehr nah an der Ausfahrt, wodurch die Sicht sehr stark eingeschränkt sei. Zudem soll eine Querungshilfe – sowohl eine Verkehrsinsel als auch ein Zebrastreifen – vor dem Ärztehaus errichtet werden. Die Mittelinsel weiter oben im Straßenverlauf solle hingegen entfallen. Dafür ist ein weiterer Zebrastreifen mit Mittelinsel an der Einmündung zur Ziegelstraße geplant. 

Die Einmündung der Ziegelstraße soll zudem umgestaltet und deutlich verbreitert werden, um eine bessere Sicht für die Autofahrer zu ermöglichen. Am Dingeringhauser Weg ist ein Kreisverkehr geplant, von der Zeppelinstraße soll dieser jedoch auch weiterhin von unten angefahren werden können, wie es jetzt der Fall ist. Klaus Ising (CDU) brachte im Zuge der geplanten Bauarbeiten auch die Sprache auf die Parkplatzsituation, da mit der Eröffnung des Action-Marktes nun dringend Parkplätze benötigt würden. Ebenfalls schlug er vor, die Geschwindigkeit am Grafweg auf 30 km/h zu reduzieren, da diese seiner Meinung nach deutlich zu hoch sei. Das sei auch der Wunsch der Anlieger, wie im Gespräch mit diesen deutlich geworden sei, erklärte Ising. 

Während andere Aussschussmitglieder sich deutlich gegen die Geschwindigkeitssenkung aussprachen, erklärte die Verwaltung, dass das Ordnungsamt schon öfter mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW darüber diskutiert habe. Wenn die Sanierung abgeschlossen sei, solle nun erst einmal geprüft werden, ob möglicherweise ein anderes Fahrverhalten festgestellt werden könne. Dies soll durch Messungen überprüft werden – zum Beispiel mit einem mobilen Messgerät. Insgesamt seien für die Umsetzung der Maßnahme einschließlich der Kanalbauarbeiten eineinhalb Jahre angesetzt. Voll gesperrt wird nicht die gesamte Straße. Stattdessen wird in mehreren Abschnitten gearbeitet. Der erste Abschnitt erstreckt sich von der Lohmühle bis zur Ziegelstraße und ein weiterer von der Ziegelstraße bis zum Karlsplatz. „Es ist technisch nicht anders möglich“, erklärte Nick Skrypek, Mitarbeiter des Bauamtes.

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