Auch Beamte aus Lüdenscheid und Werdohl eilen nach Plettenberg

Schlägerei mit 30 Beteiligten: Polizei bündelt Kräfte, kommt aber zu spät

+
Die Polizei zog in Plettenberg starke Kräfte zusammen - beim Eintreffen der Beamten hatte sich die Massenschlägerei aber offenbar aufgelöst (Symbolbild).

Die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis hat am frühen Sonntagmorgen in Plettenberg starke Kräfte zusammengezogen, um einer gemeldeten Massenschlägerei mit angeblich rund 30 Personen Herr werden zu können. Die Beamten auch aus Lüdenscheid und Werdohl kamen allerdings zu spät: Außer einem teilweise stark alkoholisierten Trio trafen sie niemanden mehr an, etliche Personen flüchteten.

Plettenberg - Nach Polizeiangaben soll sich die Schlägerei mit zwischen zwei und drei Dutzend Beteiligten am Sonntag gegen 0.15 Uhr im Bereich Grünestraße/Im Wieden zugetragen haben. 

"Zeugen meldeten über Notruf etwa 30 größtenteils jugendliche Personen. Bei Eintreffen der ersten Streifenwagen war keine Schlägerei mehr im Gange. Zahlreiche Personen entfernten sich in unterschiedliche Richtungen", so die Ermittler.

Massenschlägerei in Plettenberg: Drei Zeugen vor Ort

Zwei Männer und eine Frau im Alter zwischen 20 und 24 Jahren hätten allerdings beim Eintreffen der Polizei auf sich aufmerksam gemacht.

"Einer der Zeugen gab an, unverschuldet in die Schlägerei hinein geraten zu sein. Warum die Jugendlichen aufeinander einschlugen, sei ihnen nicht bekannt gewesen. In diesem Zusammenhang seien sie selbst von einer unbekannten Person angegangen worden", heißt es von der Polizei.

Polizei ermittelt nach Massenschlägerei in Plettenberg

Die drei Zeugen blieben unverletzt, sie seien zum Teil sehr stark alkoholisiert gewesen.

Die Polizei ermittele jetzt wegen Körperverletzung gegen Unbekannt. "Zur Bewältigung des Einsatzes waren auch Polizeibeamte aus Werdohl und Lüdenscheid vor Ort", so die Polizei.

Massenschlägerei in Plettenberg: Erinnerung an 2018

Fast genau vor einem Jahr hatte es in Plettenberg ebenfalls eine Massenschlägerei gegeben. Damals - auf dem Schulgelände des Albert-Schweitzer-Gymnasiums - waren "nur" 20 Personen daran beteiligt gewesen. Im Juli und August 2018 waren ebenfalls starke Polizeikräfte zu Schlägereien in Plettenberg ausgerückt.

Zechpreller: Wodka bestellt, aber nicht bezahlt

Die musste sich in Plettenberg quasi parallel mit einem Zechpreller herumärgern. Denn ebenfalls kurz nach Mitternacht am Sonntag - gegen 0.15 Uhr - hatte sich ein 36-jähriger Plettenberger in einer Bar an der Wilhelmstraße eine Flasche Wodka bestellt.

"Er weigerte sich, die Flasche zu bezahlen und öffnete sie stattdessen sogleich. Als der Inhaber den Mann rauswerfen wollte, wurde der 36-Jährige aggressiv und trat zwei Mülltonnen um, die vor der Bar standen. Eine davon wurde beschädigt", heißt es zum Hergang.

Polizeibeamte hätten den Betrunkenen nach Hause geschickt und ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung und Zechbetrug eingeleitet.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare