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Maskenpflicht an Schulen wieder eingeführt: Das sagen die Schulleiter

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Von: Johannes Opfermann

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Die Maskenpflicht ist in den Schulen in NRW wieder eingeführt worden. Die Schulleiter sind sich einig, dass dies in Anbetracht der Corona-Zahlen die richtige Entscheidung gewesen ist.
Die Maskenpflicht ist in den Schulen in NRW wieder eingeführt worden. Die Schulleiter sind sich einig, dass dies in Anbetracht der Corona-Zahlen die richtige Entscheidung gewesen ist. © © Andreas Rother

Nach einer sprichwörtlichen Atempause für viele Schüler, die für einige Wochen zumindest am Platz von der Maskenpflicht befreit waren, gilt diese seit dem 2. Dezember wieder.

Plettenberg - Wir haben in mehreren Schulen der Vier-Täler-Stadt nachgefragt, wie die Rückkehr zum verpflichtenden Masketragen funktionier hat.

Holthausen

„Begeistert war jedes Kind nicht unbedingt, dass es die Maske wieder aufsetzen musste“, sagt Miriam Springob, Leiterin der Grundschule Holthausen, zu der seit dem 2. Dezember wieder geltenden Maskenpflicht in den Schulen. Die Kinder hätten sich gefreut, als sie vor einigen Monaten, als die Maskenpflicht vorübergehend wegfiel, die Masken abnehmen konnten. Probleme, die Pflicht nun wieder einzuführen oder den Kindern zu vermitteln, dass dies nun wieder notwendig sei, habe es an der Schule aber nicht gegeben.

„Das hat reibungslos funktioniert“, sagt Springob. Auch von Elternseite habe es diesbezüglich keine Rückmeldungen gegeben. Trotzdem sei das Kollegium wegen dieses Themas auch etwas im Zwiespalt, so die Schulleiterin: „In Anbetracht der Zahlen ist es sicher gut, dass die Kinder durch die Masken zusätzlich geschützt sind. Mit dem Impfen von Kindern wird ja gerade erst begonnen, sie sind also weniger geschützt als die Lehrkräfte.“ Vom Aspekt der Sicherheit her sei das Masketragen also wichtig, genauso sei aber klar: „Es ist nicht schön für die Kinder, wenn sie die ganze Zeit die Maske tragen müssen.“

Eschenschule

„Das war überhaupt nicht problematisch“, berichtet Nico Schröder, Leiter der Gemeinschaftsgrundschule Eschen, über die Rückkehr zur Maskenpflicht. Die Situation sei schließlich die gleiche gewesen wie vor der Aufhebung der Maskenpflicht Anfang November.

Die Kinder hätten seitdem ihre Masken ohnehin dabei gehabt, weil sie sie weiterhin aufsetzen mussten, wenn sie sich vom Platz entfernten. „Und speziell in den höheren Klassen hat ein Großteil der Kinder die Masken auch weiterhin getragen“, berichtet Schröder.

Bei den steigenden Infektionszahlen sei die Rückkehr zur Maskenpflicht aus Sicht des Schulleiters der richtige Schritt gewesen, der die vorübergehende Aussetzung der Maskenpflicht allerdings nicht nachvollziehen kann. „Ich habe den Zeitpunkt der Aufhebung nicht verstanden, denn wir hatten da schon steigende Zahlen und das Masketragen ist ein einfaches Mittel, um sie gering zu halten.“

Zeppelinschule

Auch an der Hauptschule hat die Wiedereinführung der Maskenpflicht problemlos funktioniert, berichtet der stellvertretende Schulleiter Dr. Eberhard Stroben: „Es hat kein Murren gegeben, weder von Schüler- noch von Elternseite.“ Vielmehr hätten viele Schüler auch in der Phase, wo das Masketragen nicht verpflichtend war, diese freiwillig aufgesetzt. „Ohne Maske wäre es sicher schöner, weil man dann auch die Mimik der Schüler sieht, aber wir haben nun mal eine Pandemie.“

Dr. Eberhard Stroben hält es für richtig, dass die Maskenpflicht wieder gilt. Dies sei besser als „so ein halbsicherer Weg“. So herrsche Klarheit. Diskussionen, wann die Maske aufgesetzt werden müsse und wann nicht, fielen weg. Und wenn man sich die hohe Inzidenz in der Altersklasse der unter 20-Jährigen anschauen, sei die Wiedereinführung der Pflicht sicher sinnvoll, so Stroben, auch zum Schutz der Kollegen, von denen einige altersbedingt gesundheitlich angeschlagen seien oder zu Risikogruppen gehörten.

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