Coronaschutz in Plettenberger Firmen

Maske und Abstand halten: So schützen Unternehmen ihre Mitarbeiter

Überall da, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, ist in den Plettenberger Unternehmen das Tragen einer Maske vorgeschrieben. 
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Überall da, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, ist in den Plettenberger Unternehmen das Tragen einer Maske vorgeschrieben.  (Symbolbild)

Die Corona-Pandemie hat, wie der starke Einbruch bei der Gewerbesteuer zeigt, bereits erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf die heimischen Unternehmen gehabt. Deswegen werden Corona-Schutzmaßnahmen wie die Maskenpflicht dort auch sehr ernst genommen.

Plettenberg – Von den Plettenberger Unternehmen, bei denen nachgefragt wurde, wie dort mit dem Thema Coronaschutz umgegangen wird, haben einige wie folgt Stellung bezogen.

Brockhaus

Bereits im Februar habe man erste Maßnahmen zum Umgang mit Covid-19 eingeleitet, teilt Brockhaus-Geschäftsführer Caspar Brockhaus in einer Stellungnahme mit: „Bis zum heutigen Tage haben wir keinen einzigen Fall in unserem Unternehmen. Uns ist bewusst, dass dies auch ein glücklicher Umstand ist und nicht allein auf unsere betrieblichen Maßnahmen zurückzuführen ist, denn im privaten Umfeld lauern häufig mehr Infektionsrisiken als am Arbeitsplatz.“ Weiter heißt es: „Wir haben bei Brockhaus einen gesunden Mittelweg definiert, der uns schützt und gleichzeitig ein angenehmes und effizientes Arbeiten ermöglicht.“

Da im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie von Medizinern und Politikern in diesem Jahr eine Grippeschutzimpfung empfohlen wird, soll es bei der Firma Brockhaus eine entsprechende Impfaktion geben. „Zum Beginn der normalen Grippesaison bieten wir unserer Belegschaft kostenlose Grippeimpfungen bei uns auf dem Werksgelände an“, erklärt Geschäftsführer Caspar Brockhaus.

Novelis

„Die von den Gesundheitsbehörden empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen werden bei Novelis mit größter Sorgfalt eingehalten. Wir ergreifen zusätzliche, präventive Schutzmaßnahmen, denn die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter hat bei Novelis oberste Priorität“, teilt Eric Tonkowski, Werkleiter Novelis Ohle, mit.

Die Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und auch der Besucher umfassen Temperaturkontrollen an den Werkszugängen als präventive Gesundheitsschutzmaßnahme unter Wahrung des Datenschutzes, das heißt, es werden keine Daten gespeichert. Die Arbeitsplätze werden umfangreich desinfiziert und es stehen im gesamten Werk Desinfektionsspender bereit.

Um die Abstandsregeln einzuhalten, wurden Arbeitsplätze, Kantine, Sanitäreinheiten und Pausenzonen umgestaltet, wie das Unternehmen mitteilt. Wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nich eingehalten werden konnte, herrschte Maskenpflicht, wobei Einweg-Mund-Nasen-Schutz sowie Masken in verschiedenen Baumwollausführungen – auch für die private Nutzung – bereitgestellt wurden. Zudem habe man organisatorische Regelungen getroffen, um Kontakte im Unternehmen so gering wie möglich zu halten und Hygienevorschriften zu gewährleisten. Vorübergehend galten strenge Einschränkungen für Dienstreisen, Meetings und Besucher, wie Novelis mitteilt. Bei Fremdfirmen wurden beispielsweise Aufenthalte in Risikogebieten und Krankheitssymptome abgefragt.

Zudem habe man verstärkt virtuelle Besprechungstechnologien genutzt, wie es heißt. Die Geschäftskontinuität werde für administrative Funktionen zum Teil durch Remote-Arbeiten von zu Hause und flexible Arbeitsregelungen sichergestellt. Über die geltenden Vorgaben wurden die Mitarbeiter regelmäßig informiert. Insgesamt habe das Unternehmen eng mit dem Gesundheitsamt zusammengearbeitet, heißt es von Novelis. Auch in Sachen Grippeschutz wird das Unternehmen aktiv. „Zu Beginn der diesjährigen Erkältungssaison bietet Novelis außerdem für seine Beschäftigten kostenlose Grippeschutzimpfungen an“, so der Plettenberger Werksleiter Tonkowski.

Schürholz

„Wir halten uns selbstverständlich an die AHA-Regeln“, teilt Schürholz-Geschäftsführer Angelo Castrignano auf Nachfrage mit. AHA steht für Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen. Eine Grippeschutzimpfung sei der individuellen Entscheidung der Mitarbeiter überlassen.

Seissenschmidt

„Bei uns gelten die AHA-Regeln“, sagt auch Bettina Neumann, Personalleiterin bei Seissenschmidt. „Das predigen wir jetzt seit März und das klappt auch sehr gut.“ Die Masken, die den Mitarbeitern vom Unternehmen gestellt werden, müssen immer dann getragen werden, wenn die Mindestabstände nicht eingehalten werden können. Eine generelle Maskenpflicht gilt zudem im Treppenhaus und auf den Fluren sowie für Besucher. „Wenn man allein an der Maschine steht, dann muss man keine Maske tragen “, sagt Neumann. Eine Aktion zur Grippeimpfung sei bei Seissenschmidt derzeit nicht geplant, so Neumann.

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