Fast drei Jahre ohne Nachfolger

Martin-Luther-Grundschule: Neuer Schulleiter gefunden

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Fast drei Jahre lang war die Martin-Luther-Schule ohne Leitung. Dieser Zustand ändert sich nach den Osterferien.

Plettenberg - Mit dem 8. Juli 2016 fing alles an – oder besser gesagt: hörte es auf. An diesem Tag verabschiedete sich die ehemalige Rektorin der Martin-Luther-Schule, Regine Kneist, in den Ruhestand. Fast drei Jahre lang hat es gedauert, bis ein Nachfolger für sie gefunden werden konnte. 

Thorsten Jagusch übernimmt ab dem 29. April und somit nach den Osterferien die Schulleitung an der Grundschule mit den Teilstandorten an der Königstraße und im Oestertal.

Mit Schulen mit Teilstandorten hat Thorsten Jagusch, der aus Finnentrop-Serkenrode kommt, bereits Erfahrung. Derzeit ist er noch Schulleiter an der Raphael-Schule in Eslohe, einer Verbundgrundschule mit drei Teilstandorten. Diese Schule leitet er seit August 2015 und bringt somit entsprechend Erfahrung mit nach Plettenberg.

Zuvor war er sieben Jahre lang Konrektor an einer Förderschule in Olsberg und arbeitete an der Astrid-Lindgren-Schule in Lüdenscheid, einer Förderschule mit Schwerpunkt Sprache. Beruflich ist der Finnentroper Förderschullehrer für Sprachbehinderte und Erziehungsschwierige. „Ich halte sehr viel von Inklusion“, sagt Thorsten Jagusch. Das sei auch der Grund gewesen, warum er damals zur Grundschule gewechselt ist, um sich eben dafür einzusetzen, dass die Kinder nicht aus der normalen Schule herausgenommen, sondern in diese integriert werden.

Bis Thorsten Jagusch die Schulleitung der Martin-Luther-Schule übernimmt, behält Gertrud van Schwamen, Schulleiterin der Grundschule Holthausen, die kommissarische Leitung der beiden Schulstandorte. Diese hatte sie im Sommer 2017 übernommen, nachdem auch die stellvertretende Konrektorin der Martin-Luther-Schule (ein Jahr nach Regine Kneist) in den Ruhestand gegangen war. Eine Nachfolge wurde seitdem nicht gefunden, obwohl die Stelle permanent ausgeschrieben war.

Dass es sich während der Übergangszeiten nur um Notlösungen gehandelt habe, darüber waren sich damals sowohl Gertrud van Schwamen, die Konrektorin Bärbel Pröpper und auch Schulrätin Christa Sacher einig. Dabei hatte Letztgenannte bei der Verabschiedung von Regine Kneist im Juli 2016 noch im Gespräch mit der Heimatzeitung gesagt, man rechne mit vielen Bewerbungen, da es sich um eine große Schule handle.

Dieser Fall trat jedoch nicht ein. „Damit habe ich nicht gerechnet“, sagt Christa Sacher heute. Der Grund dafür sei vermutlich gewesen, dass die Besoldung geändert wurde. Leiter von großen Grundschulen bekommen mittlerweile das gleiche Gehalt, wie die von kleinen Einrichtungen, erklärt sie. In Plettenberg freut man sich jedenfalls, dass nun ein neuer Schulleiter gefunden wurde.

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