Martin-Luther-Schule kann nur zwei Klassen bilden - acht Erstklässler müssen andere Schule besuchen

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Plettenberg - Da im kommenden Schuljahr nur zwei Klassen an der Martin-Luther-Schule gebildet werden können, müssen acht Kinder aus dem Stadtgebiet eine andere Grundschule besuchen, teilt die Stadt Plettenberg mit.

Grund dafür ist der vorgeschriebene Durchschnittswert von 24 Schülern pro Klasse. „Wenn die Klassen zu klein sind, können nicht alle mit Lehrern besetzt werden. Deshalb gibt es diesen Richtwert“, erklärt Christoph Wilk, zuständig für das Sachgebiet Jugend, Schule und Sport bei der Stadt Plettenberg. Insgesamt wurden an den Plettenberger Grundschulen 213 angemeldet, für die zehn Klassen gebildet werden können, zwei davon an der Martin-Luther-Schule am Standort Königstraße, eine am Standort Oester, zwei Klassen an der Grundschule Holthausen, zwei am Eschen, zwei an der Hallenschule und eine am Standort in Ohle. Optimal wären elf Klassen, das geht jedoch nicht auf Grund des Richtwertes für die Anzahl der Schüler. Mit dem Lehrermanngel hat dies jedoch nichts zu tun, sondern lediglich mit den Vorgaben zur Klassengröße und der Anzahl der einzuschulenden Kinder in der Stadt.

Die Stadt musste sich in Absprache mit den Grundschulen entscheiden, an welcher Schule eine Klasse eingesparrt werden kann. Nach mehreren Gesprächsrunden zwischen den Schulleitungen und der Stadtverwaltung wurde beschlossen, am Hauptstandort der Martin-Luther-Schule in der Königstraße nur zwei erste Klassen zu bilden – und nicht wie in den sonstigen Jahren drei. Dies hat zur Folge, dass die Anzahl der dort einzuschulenden Kinder auf von derzeit 54 auf 46 reduziert werden soll. Für die betroffenen Kinder im Stadtgebiet sind jedoch andere Standorte wie in Holthausen oder am Eschen je nach Wohnort auch gut zu erreichen. Die Schule in Holthausen kam nicht in Frage, da man den Standort und die offene Ganztagsschule nach dem Ende der Vier-Täler-Schule im Sommer stärken möchte. Beide Schulen haben bis dahin eine gemeinsame OGS.

Das Sachgebiet Jugend, Schule und Sport der Stadt Plettenberg hat bereits postalisch die freiwillige Bereitschaft der Eltern zum Besuch einer anderen Plettenberger Grundschule abgefragt, woraufhin sich bereits fünf Familien meldeten. Da jedoch immer noch acht Kinder zu viel für den Hauptstandort an der Martin-Luther-Schule gemeldet sind, werden nun alle Eltern in den nächsten Tagen auch telefonisch kontaktiert, um über den Besuch einer anderen Schule zu sprechen. Insgesamt müssen also 15 Kinder umgetopft werden. Ziel ist es zu vermeiden, dass Kinder gegen eigenen Wunsch eine andere Schule besuchen müssen. Melden sich nicht genügend Schüler freiwillig, müssen jedoch Kriterien ermittelt werden, die bestimmen, welche Kinder wechseln müssen.

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