Was der Wehrleiter zum Thema Loyalität zu sagen hat

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Bürgermeister Ulrich Schulte mit dem alten und neuen Wehrleiter Markus Bauckhage (2.v.re.) im Kreis der Löschgruppen-Vertreter der Plettenberger Feuerwehr.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde Markus Bauckhage am Donnerstag erneut zum Wehrleiter der Plettenberger Feuerwehr ernannt.

Plettenberg - Bürgermeister Ulrich Schulte betonte bei seiner Ansprache vor den Vertretern der Plettenberger Löschgruppen, Ordnungsamtsleiter Thorsten Spiegel und Stadtbrandinspektor Frank Hinkelmann als Leiter der Feuer- und Rettungswache, dass man die Urkundenverleihung ohne Corona sicher in einem größeren Kreis gefeiert hätte. Den Eid, den Bauckhage bereits 2008 als Wehrleiter geschworen habe, müsse er nun nicht mehr wiederholen. „Ich erinnere heute nur daran, dass er auch weiter gilt“, so Schulte vor der Übergabe der Ernennungsurkunde.

 Es ist die nunmehr dritte Amtszeit für Markus Bauckhage als Plettenberger Wehrleiter, der sich in den letzten anderthalb Jahren teils mit starker Kritik konfrontiert sah. Er ergriff nach der Ernennung selbst das Wort und bedankte sich zunächst für das in ihn gesetzte Vertrauen, die Geschicke der Feuerwehr Plettenberg für weitere sechs Jahre zu leiten.

 „Das herausragende Votum der Anhörung der Feuerwehr als auch die einstimmige Abstimmung im Rat der Stadt haben mich doch etwas bestärkt, nicht alles falsch gemacht zu haben“, so Bauckhage, der ergänzte: „Ich bin auch nur ein Mensch und da passieren ungewollt auch schon mal Fehler. Aber aus diesen Fehlern lernt man. Tag für Tag.“ Die Leitung einer Freiwilligen Feuerwehr sei sehr zeitintensiv, anspruchsvoll und oft auch anstrengend. „Aber es macht auch Spaß“, so der Wehrleiter, der auf eine 35-jährige Zeit im Feuerwehreinsatz zurückblicken kann und seit nunmehr 20 Jahren zur Wehrleitung zählt. Auch dort sei vieles nicht mehr wie früher, doch habe man in den letzten Jahren „auch nicht alles falsch gemacht. Die Einsatzfähigkeit ist auf hohem Niveau. Die Ausstattung ist angemessen und zeitgemäß“, so Bauckhage mit Verweis auf die externen Gutachter des Brandschutzbedarfsplanes. 

„Wir konnten dadurch der Verwaltung und der Politik belegen, dass unsere stetigen Hinweise und Anregungen zur Aufrechterhaltung einer leistungsfähigen Feuerwehr nicht überzogen waren. Darauf bin ich ein bisschen stolz“, so Bauckhage. „Stolz bin ich auch auf unsere gesamte Mannschaft.“ Das Zusammengehörigkeitsgefühl sei und müsse geprägt sein von Vertrauen, Verantwortung, Loyalität und Kameradschaft.

Bürgermeister Ulrich Schulte ernannte Markus Bauckhage (re.) für die nächsten sechs Jahre erneut zum Wehrleiter der Plettenberger Feuerwehr.

 „Wer diese vier Punkte nicht für sich auf die Fahne schreiben kann, hat es sehr schwer in einer ehrenamtlichen Gefahrengemeinschaft, wie es die Feuerwehr ist“, so Bauckhage, der bei seiner Ernennung noch einmal kurz auf den Rücktritt zahlreicher Mitglieder der Löschgruppe Holthausen einging. Es mache ihn etwas traurig, „wenn einzelne Kameraden aus falsch verstandener Loyalität oder mangelndem Vertrauen der Feuerwehr den Rücken kehren.“

 Abschließend gab Bauckhage einen Ausblick in die Zukunft, in der es seine Aufgabe sei, die Einsatzfähigkeit zu halten und durch verstärkte Mitgliedergewinnung in allen Bereichen zu erhöhen.“ Mit der technischen Ausstattung sei man bereits auf einem guten Niveau. Jetzt müsse man den Um- und Neubau der Gerätehäuser angehen. „Das alles kostet Geld, das ist klar.“ Aber die Vorschriften und Gesetze zur Arbeitssicherheit und zum Unfallschutz dürfe man nicht außer Acht lassen, so Bauckhage, der sich abschließend für die gute Zusammenarbeit mit Politik, Verwaltung und den Löschgruppen bedankte, die ihm als Wehrleiter erneut das Vertrauen ausgesprochen hätten.

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