„Das magische Baumhaus – Im Bann des Eiszauberers“

Märchenhafte Reise ins Eis - Kindertheater begeistert die kleinen Zuschauer

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Der Eiszauberer (2.v.li.), der im finsteren Land des ewigen Schnees lebt, hält Merlin und Morgan gefangen. Er gibt den beiden Geschwistern Philipp und Anne eine Aufgabe, um ihre Freunde zu befreien.

Plettenberg - Fesselnde Stille, freudiges Lachen und begeistertes Kinderklatschen wechselten sich gestern Vormittag in der Böddinghauser Aula ab. Den Kindern hat das Theaterstück „Das magische Baumhaus – Im Bann des Eiszauberers“, das die Kunstgemeinde organisiert hatte, eindeutig gefallen.

Aufgeführt wurde die Geschichte, die auf dem Kinderbuch von Mary Pope Osborne basiert, vom „Theater auf Tour“. Die Darsteller verwandelten die Bühne der Aula in eine Märchenkulisse. Während sich die Hauptfiguren Anne und Philipp kurz zuvor noch in ihrem magischen Baumhaus aufhielten, waren die Geschwister im nächsten Moment dank Zauberei – und der Wandlungsfähigkeit der Kulissen durch Stellwände – schon auf ihrer Abenteuerreise in der frostigen und eisigen Kälte, auf der Suche nach dem Schloss des Eiszauberers. Dieser hielt nämlich ihre Freunde gefangen – den mächtigen Zauberer Merlin und die Zauberin Morgan.

Begleitet wurden die beiden Kinder auf ihrem Abenteuer von Kathrein, vom Volk der Seehundmenschen, und von dem Zauberlehrling Teddy, die aus der selben Welt stammten wie Merlin und Morgan. Der lange Weg zum Eisschloss führte die vier Darsteller zur Freude der Kinder auch mitten durch das Publikum. Dieses bestand aus dem Ev. Familienzentrum Eiringhausen, der Kita St. Johann Baptist, der Grundschule Eschen und der Grundschule in Ohle. Viele der Kleinen versuchten selbst in dem Moment das Schloss hinter sich zu erblicken und bemerkten gar nicht, dass dieses derweil auf der Bühne entstand.

Im magischen Baumhaus treffen Anne (li.) und Philipp (re.) auf ihre Freunde Kathrein und Teddy... und das Abenteuer beginnt.

Als der Eiszauberer jedoch aus dem Dunkeln trat, schrie das Publikum vor Erschrecken auf. Die Kleinen wussten ganz genau, dass die Gestalt mit der Augenklappe und dem langen Bart der Bösewicht sein würde.

Dieser hatte sein Auge gegen die Weisheit eintauschen wollen, was jedoch nicht nach seinen Vorstellungen verlaufen war, erfuhren die Kinder. Nun forderte der Zauberer Anne und Philipp auf, ihm sein Auge wieder zu holen, sonst würde er Merlin und Morgan nicht freilassen. Begeistert und amüsiert waren die kleinen Zuschauer auch von zwei weißen Wölfen. Diese tanzten nicht nur in tollen Kostümen gemeinsam mit einem Pinguin auf der Bühne, um die Kulisse zu verwandeln, sondern unterstützten die Geschwister auch bei ihrer Aufgabe, wie sich später herausstellte.

Das junge Publikum lachte und klatschte viel während des spannenden Stücks.

Ihre Reise führte die vier Abenteurer zu den Schwestern des Schicksals. Diese webten riesige Wandteppiche, die Lebensgeschichten wie die des Eiszauberers erzählen. Daher ist es kein Wunder, dass die Schwestern schon bescheid wussten, was das Anliegen von Anne, Philipp und ihren Freunden war. Sie gaben den Abenteurern zwar nicht das Auge, verrieten jedoch, wo sie es finden würden und erklärten: „Der Zauberer war auf der Suche nach der Weisheit der Welt. Er wirkt jedoch kein bisschen weise.“ Er habe die Weisheit im Tausch für sein Auge jedoch erhalten. Sie sei in seinem Herzen, doch das sei niemals aufgegangen.

Ob die Kinder das Auge finden konnten und der Eiszauberer wieder sehen konnte, erfahren die Kinder der anderen Grundschulen und Kindergärten erst heute in zwei weiteren Vorstellungen. Insgesamt kommen so rund 1000 Kinder in den Genuss des Stücks.

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