Am Katzenbusch soll eine Wildblumenwiese entstehen

Plettenberg soll blühen

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Björn Kirchhoff (links) und Lutz Glingener vor der zukünftigen Wildblumenwiese am ehemaligen Sportplatz Katzenbusch, die bisher ein Maisfeld war.

Plettenberg – Die Sorgen über die Auswirkungen des Klimawandels sind auch immer häufiger Thema in Plettenberg. Auch wenn es sicherlich noch nicht der Großteil der Plettenberger ist, der sich aktiv für dem Klimaschutz einsetzt, findet langsam ein Umdenken in der Bevölkerung statt.

Mit der Initiative Liebesbaum hat Uwe Meister ein Zeichen gesetzt, indem er sich mit einer Pflanzaktion nicht nur aktiv für den Insektenschutz einsetzte, sondern auch viele Plettenberger zum Nachdenken gebracht hat. Auch Björn Kirchhoff und Lutz Glingener wollen sich einsetzen und ebenso wie der Ratsherr Uwe Meister ein Zeichen setzen. 

Sie haben sich gemeinsam überlegt, ein Stück Land (ungefähr so groß wie zwei Fußballfelder), in eine Wildblumenwiese umzuwandeln. „Eigentlich ist das Feld, direkt unterhalb des Sportplatzes Katzenbusch gelegen, ein Maisfeld“, erklärt Lutz Glingener, dem das Feld gehört. Landwirt Björn Kirchhoff aus Pasel ist für die Bewirtschaftung der Fläche zuständig. „In einer Bierlaune haben wir uns überlegt, auch aktiv zu werden und aktiv etwas für den Umweltschutz und die Insekten zu tun. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, dieses Patenschaftsprojekt zu starten, damit auch andere Plettenberger an dieser Aktion teilnehmen können“, erklärt Glingener weiter. 

Seine Idee: Jeder Bürger, der möchte, kann ein Stückchen Land „kaufen“ und somit eine Patenschaft für das Stück Blumenwiese übernehmen. Die Bewirtschaftung (Einsäen und weiterhin pflegen) übernehmen Kirchhoff und Glingener. Dabei soll kein wirtschaftlicher Nachteil für die Landwirte entstehen. „Das Saatgut und die Pflege kosten natürlich Geld, deshalb können wir das Projekt nicht ganz umsonst umsetzen“, erklären die Initiatoren und ergänzen: „Es wird aber nur ein geringer Obolus sein und jeder kann für sich selbst entscheiden, wie sein Anteil ausfallen soll.“ 

Wie viel ein Quadratmeter kosten soll, das müssen die Plettenberger noch genau kalkulieren. Das jeweilige Stückchen Land soll über eine speziell eingerichtete Website zu erwerben sein und in den heimischen Geschäften sollen Gutscheine zum Projekt, das den Namen „Sauerland blüht“ tragen soll, verkauft werden. „Wir freuen uns natürlich, wenn sich Einzelhändler bei uns melden würden, die mitmachen möchten“, so Glingener. 

Die Saatgutmischungen sollen auf die Flora und Fauna des Sauerlandes abgestimmt werden, das heißt, es werden ausschließlich heimische Blumen angepflanzt. Eine Bindung zu Verbänden besteht nicht. „Wir machen das rein privat, ohne eine politische Motivation, die dahinter steckt!“, erklärt Glingener ausdrücklich und ergänzt: „Es geht uns nur um den Naturschutz!“ Auch Gewerbetreibende und Unternehmer seien dazu aufgerufen, eine Patenschaft zu übernehmen. Die beiden Plettenberger freuen sich aber auch über kleine Anteile. „Es muss ja auch nicht direkt alles verkauft werden. 

Wir wollen einfach erst einmal nur den Anfang machen und auch den Bürgern etwas bieten können, die keinen Garten habe, selbst aber auch etwas für die Umwelt tun wollen“, so Kirchhoff. Es bestünde darüber hinaus auch die Möglichkeit, Quadratmeter Wiese zu verschenken. „Mal eine andere Art, Blumen zu schenken“, sagt Glingener lachend. Die zukünftige Wildblumenwiese ist direkt unterhalb des ehemaligen Sportplatzes am Katzenbusch gelegen.

 Vom hinteren Parkplatz aus ist sie fußläufig nach wenigen Metern zu erreichen. Glingener und Kirchhoff versprechen allen Wiesen-Paten, dass diese keinerlei Verpflichtungen haben, außer einmalig eine Zahlung zu leisten. „Wer sich von seiner Wiese dann mal einen Blumenstrauß mit nach Hause nimmt, oder nicht – das wird nicht kontrolliert. Sinn und Zweck sei es aber nicht, die blühende Wiese als Pflückwiese zu betrachten, schließlich sollen die Blumen für die Insekten da sein – appellieren die beiden Plettenberger.

So funktioniert's:

Interessierte, die ein Stückchen Land erwerben möchten, damit ein Insektenparadies in Form einer Wildblumenwiese geschaffen werden kann, melden sich unter der E-Mailadresse post@sauerland-blueht.de. Dort sollten Name und Telefonnummer angegeben werden.

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