Physiker Dr. Sascha Ott zu Gast an der Hallenschule 

„Luft wiegt doch gar nichts, oder?“

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Die Show „Feuerball & Wasserschwall – Die große Wissensshow der Elemente“ mit Sascha Ott wurde vom Förderverein der Hallenschule finanziert und kam super bei allen Beteiligten an.

Plettenberg - Physik – ein Schulfach, über das die Meinungen in der Schülerschaft weit auseinander gehen. Die einen finden nichts spannender, als Experimente und wissenschaftliche fundierte Erklärungen, die anderen können mit Formeln und Theorien überhaupt nichts anfangen. Der Wissenschaftsjournalist und Physiker Sascha Ott hat es sich zur Aufgabe gemacht, seine Leidenschaft Physik anschaulich und mit viel Humor zu erklären.

Die Grundschüler der Hallenschule kamen am Montag in den besonderen Genuss einer Wissenschaftsshow von und mit Sascha Ott, und konnten sich vor Begeisterung kaum auf ihren Plätzen halten. In etwa 45 Minuten fürs erste und zweite Schuljahr und ebenfalls einer Dreiviertelstunde fürs dritte und vierte Schuljahr, faszinierte und experimentierte Sascha Ott mit den Jungen und Mädchen und brachte auch Schulleiter Gerhard Haas immer wieder zum Lachen. Das Ganze wurde vom Förderverein finanziert.

 „Was glaubt ihr, ist die Luft in dieser Halle schwerer als Lukas?“, fragte er die Mitschüler des jungen Lukas, und 90 Prozent der Kinder schüttelten energisch mit dem Kopf: „Die Luft ist doch niemals schwerer als 30 Kilo! Das glaube ich nicht“, hörte man aus der einen Ecke, und ein anderes Mädchen flüsterte: „Luft wiegt doch gar nichts!“ Dementsprechend ungläubig waren anschließend dann auch die Gesichter der Schülerinnen und Schüler, als Ott erklärte, dass die Luft viel viel schwerer sei als der Schüler mit seinen etwa 30 Kilogramm. Aber natürlich wurde nicht nur die Luft als Element anschaulich erklärt und definiert, auch die anderen Elemente Feuer, Wasser und Erde kamen alle nacheinander dran. Die Schüler und Schülerinnen hatten offenbar schon einiges zum Thema gelernt – sie waren gut vorbereitet. „Woraus besteht denn Wasser?– Aus Sauerstoff und Wasserstoff, richtig!“, auch Sascha Ott freute sich sichtlich darüber, wie motiviert und engagiert die Kinder waren – sowohl als Freiwillige beim Experimentieren, also auch beim Fragen beantworten. 

Ob Fliehkraft, Knallgas oder die Schwerkraft – alles Themen rund um die vier Elemente wurden ausführlich besprochen und auch veranschaulicht. So erklärte Ott beispielsweise mit einem Wasserglas und einem Bierdeckel, warum der Deckel beim Umdrehen des Glases nicht hinunterfällt, sondern das Glas ganz wie von Zauberhand verschließt und deshalb nichts hinausläuft. Die Kinder waren begeistert, aber es wurde noch spannender für die Schülerinnen und Schüler: Eine Nummer größer, mit einer deutlich größeren Vase und etwa zehn Litern Wasser, dichtete Ott das Glas mit einem Luftballon ab. Als er dann das riesige Glas über einem freiwilligen Schüler umdrehte, staunten die Kinder nicht schlecht: „Boaaaaaar!“, hieß es aus jeder Stuhlreihe. „Das ist ja richtig cool!“, sagte ein Mädchen und eine andere Schülerin fragte verwirrt: „Häh? Wie geht das denn?“ Auch diese Frage blieb an diesem Vormittag in der Turnhalle nicht ungeklärt und wer weiß, vielleicht hat der ein oder andere Schüler jetzt seinen Berufswunsch geändert und möchte nichts lieber, als Physiker zu werden. Da hat sich der Schulbesuch doch gelohnt, auch wenn andere Schüler frei hatten.

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