Logistische Herausforderung: 58 Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 19 Jahren bringen den Segen Gottes in die Häuser

Rekordverdächtige Sternsingeraktion in Eiringhausen

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Da wurde es ganz schön eng im Altarraum: Pfarrer Eduard Mühlbacher bat die Sternsinger zum Gruppenfoto.

PLETTENBERG - Emsiges Treiben herrschte am Samstagmorgen in der katholischen Kirche St. Johann Baptist: Während im Pfarrsaal Kinder geschminkt und angekleidet wurden, entstanden vor der Krippe in der Kirche bereits die ersten Erinnerungsfotos.

Mütter und Väter prüften derweil die Streckenlisten, erkundigten sich nach den genauen Abläufen und tauschten sich mit anderen Betreuern aus. Die Sternsinger-Aktion in Eiringhausen war eine logistische Herausforderung für die Organisatoren und Helfer, die jedoch gekonnt gemeistert wurde. 

„Wir sind ein eingespieltes Team“, betonte Martina Müller, die die Aktion seit vielen Jahren begleitet und federführend vorantreibt. Die Zahlen sprechen Bände: Während in anderen Gemeinden im Vorfeld händeringend nach Teilnehmern gesucht wurde, beteiligten sich in Eiringhausen 58 Kinder und Jugendliche – rekordverdächtig! Von vier bis 19 Jahren reichte die Altersspanne. 

Im Kindergarten wurde für die Aktion geworben und auch beim Kinobesuch, der den Mitwirkenden als Dankeschön spendiert wird, erklärten sich viele Sternsinger für eine erneute Teilnahme bereit. „Das klappt wunderbar“, freute sich Martina Müller. 

Auch Eduard Mühlbacher war baff: „Das sind ja noch ein paar mehr als beim letzten Mal“, erkannte der Gemeindepfarrer während der Aussendungsfeier. Diese nutzte Mühlbacher, um die Kinder an den Sinn des Sternsingens zu erinnern. 

Die Kinder brachten den Segen Gottes in die Häuser der Eiringhauser, verbunden mit der Bitte, die Bewohner zu beschützen. Zudem sammelten sie Spendengelder, die im Kampf gegen Kinderarbeit weltweit benötigt werden. Nach der Segnung der Teilnehmer und dem obligatorischen Gruppenbild im Altarraum ließ Eduard Mühlbacher die Kirchenglocken läuten – dies war das Startsignal für die Sternsinger. 

In Windeseile teilten sie sich in 16 Gruppen auf, kletterten in die Autos der Betreuer und wurden darin in die jeweiligen Gebiete gefahren. Mehrere hundert Haushalte in Eiringhausen und in den umliegenden Ortschaften galt es zu besuchen. Ein straffes Programm, das allein an einem Tag nicht zu bewältigen wäre. Daher zogen auch gestern neun Sternsinger-Gruppen durch die Straßen Äggerins. 

Zum krönenden Abschluss wurden im Pfarrsaal die Spenden (Süßigkeiten und Geld) für die Sternsinger aufgeteilt: Diese Belohnung hatten sich die 58 Kinder und Jugendliche nach dieser stundenlangen Aktion bei kalten Temperaturen auch redlich verdient.

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