Die Liebesbäume in Plettenberg stehen – auch dank der Hilfe der Bürger

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Plettenberg -  Nach fast sechs Stunden des Löchergrabens, des Bäumepflanzens und des Pflöckeschlagens spürten Uwe Meister und seine Helfer jeden Knochen. Aber die Anstrengungen hatten sich gelohnt: Alle 57 Liebesbäume sind eingepflanzt. Es ist geschafft!

Die Aktion Liebesbäume – sie kann als voller Erfolg bewertet werden. Die Idee von der noch jungen Insektenschutz-Initiative „Plettenberg brummt“, dass die Bürger für 50 Euro einen Baum pflanzen können, traf in den letzten Wochen auf einen enormen Zuspruch. Nicht nur Paare nutzten diese Aktion, um ihren ganz persönlichen Liebesbaum zu pflanzen, sondern auch viele Menschen, denen es vordergründig um den Insektenschutz ging. Denn für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Co. bieten Obstbäume eine ideale Nahrungsgrundlage.

Und so bot sich jetzt ein buntes Bild an den Pflanztagen auf den beiden dafür vorgesehenen Wiesen bei Junior und am Spielplatz an der Holthauser Dorfstraße. Die Gründer der Insektenschutz-Initiative packten ebenso an wie eine Handvoll Bürger, die es sich nicht entgehen lassen wollten, ihre Bäume selbst in die Erde zu bringen. So wie Céline und Giuliana aus Lüdenscheid. Das Pärchen griff auf der Junior-Wiese selbst zu Hacke und Spaten, hob ein Loch aus und pflanzte schließlich im Beisein von Hund Brego einen Kirschbaum. Oder Regina und Carsten Hüpsel mit Tochter Carolin: Die Familie hatte sich sogar gleich drei Bäume gesichert und verbrachte einen arbeitsintensiven, aber fröhlichen Nachmittag, bis das persönliche Werk vollbracht war.

Für die restlichen Bäume, die von privaten Spendern bezahlt worden sind, übernahmen Uwe Meister und seine kleine Helferschar das Einpflanzen. Den Aufrufen in der Heimatzeitung folgte unter anderem auch die Süderländer-Redaktion mit zwei Mitarbeitern.

Bedeutend größer war die Hilfe von Forstbetriebswirt Moritz Tillmann, der später mit einem Bagger die Löcher für die Bäume und die Pflöcke zum Festbinden aushob. Tillmanns Kameraden von der Löschgruppe Holthausen hatten derweil den Wassertank für die Wiese in Holthausen gefüllt, während die Löschgruppe Stadtmitte die Wasserversorgung für die Junior-Wiese übernahm.

Bei allen Helfern wollen sich die Organisatoren ebenso bedanken wie bei Martin Krippendorf vom Bauhof, der die Apfel-, Kirsch-, Birn- und Pflaumenbäume ausgewählt und bestellt hat. Auch der Stadt und der Firma Junior gebühren Dank, weil sie die Flächen zur Verfügung gestellt haben.

Die Initiative „Plettenberg brumm“ hofft nun, durch diese Aktionen eine Initialzündung gegeben zu haben. Uwe Meister: „Bürger, Nachbarschaften, Vereine – sie alle sind herzlich zum Nachmachen aufgerufen. Vielleicht findet sich ja zum Beispiel der ein oder andere Schützenverein, der an seinem Schützenheim selbstständig ein paar Bäume oder einen Blühstreifen pflanzen möchte.“

So ist die Aktion Liebesbaum entstanden.

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