Spätestens um halb sechs morgens soll Verkehr rollen

Letzte Absprache vor einwöchigen Tunnelarbeiten

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So leer ist der Hestenbergtunnel nur bei einer Tunnelsperrung. Aber die Plettenberger können sich freuen, denn das Bummeltempo im Tunnel soll nach Abschluss der nächtlichen Sanierungsarbeiten Ende Februar Geschichte sein 

Plettenberg - Genau 30 Minuten Zeit hatte gestern ein vierköpfiger Männertrupp, als um 11 Uhr der Hestenbergtunnel für eine halbe Stunde gesperrt wurde. Der Mitarbeiter der Firma Höllko, die die Sanierung der defekten Wassereinläufe plant, sowie zwei Vertreter der ausführenden Firma STH Hüttental GmbH, und Bauingenieur Patrick Rother von Straßen.NRW verschafften sich einen letzten Überblick, bevor am kommenden Montag die nächtlichen Tunnelarbeiten beginnen.

Der Startschuss fällt am Montag um 20 Uhr. Gegen fünf Uhr am nächsten Morgen werden die Arbeiten jeweils abgeschlossen und spätestens eine halbe Stunde später kann der Berufsverkehr bereits wieder durch den Tunnel rollen. Lediglich bei drei Einläufen ist auch die Betoneinfassung defekt. 

Hier sollen Warnbaken aufgestellt werden. „Die übrigen Einläufe können direkt nach der Fertigstellung freigegeben werden. Es macht nichts, wenn dort sofort ein Lkw drüberfährt“, erklärte Zvonko Jureta von der Firma Höllko, der auch noch einmal die Vorgehensweise erklärte, die sehr viel Handarbeit erfordere. Zunächst einmal werde der obere Teil des Einlaufs entfernt. 

Danach müsse der im Beton verankerte Metallrahmen sowie der Beton auf einer Tiefe von rund zwei Zentimetern und einer Länge von 64 Zentimetern abgeflext bzw. ausgefräst werden. In die dadurch entstehende Aussparung werde dann eine abgekantete Edelstahlplatte mitsamt Gummiunterlage bündig eingesetzt und verschraubt. „Pro Nachtschicht sollen vier bis fünf Einläufe fertiggestellt werden“, sagte Jureta. „Im Optimalfall sind die Arbeiten dann am Samstag abgeschlossen“, so der Ingenieur zu den insgesamt 23 zu sanierenden Einläufen. 

Problematisch seien die arbeitsintensiven Flexarbeiten, die den Mitarbeitern einiges abverlangen. Doch die gefundene Lösung sei in jedem Fall am praktikabelsten und gewähre eine recht lange Haltbarkeit. 

Mehrkosten halten sich im Rahmen 

Die Mehrkosten für die bei den STH-Mitarbeitern verständlicherweise nicht sonderlich beliebte Nachtarbeit halten sich übrigens in Grenzen. „Wir rechnen dadurch mit Mehrkosten in Höhe von rund 20 Prozent“, sagte Karl-Heinz Saßmannshausen als Geschäftsführer der ausführenden Baufirma aus Netphen.

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