Ausstellung zum Thema Fairtrade

St. Laurentius wird Fairtrade-Kita

+
In einem Theaterstück zeigten die Kinder, wie Fairtrade funktioniert.

Plettenberg - Mit ihrer Ausstellung zum Thema Fairtrade und in einem einleitenden Theaterstück zeigten die Kinder der Kita St. Laurentius, wie es gehen kann: Der Kleinbauer aus Ecuador erntet seine Bananen mit Hilfe der Fairtrade Erntehelfer, mit dem Schiff werden sie bis nach Deutschland geliefert und dort verkauft. Verdienen tut der Bauer daran so viel, wie ihm auch zusteht. So kann fairer Handeln aussehen und den will die Kita ab jetzt unterstützen.

Das Ziel hinter der Fairtrade-Ausstellung wird direkt nach dem kurzen Theaterstück der Kita-Kinder klar formuliert: „Wir wollen eine Fairtrade-Kita werden“, betont Karin Florath, Leiterin der katholischen Kita St. Laurentius. „In Eiringhausen haben wir schon eine Fairtrade-Kita und jetzt wollen wir nachlegen“, führt sie weiter aus. Um als solche anerkannt zu werden, musste alles was von Karin Florath, ihrem Team und den Kinder gemacht wurde, dokumentiert und nachgewiesen werden. Eine Fairtrade-Kita zu werden heißt für Karin Florath nicht nur, sich mit einem Titel zu schmücken. „Für uns ist es einfach sinnvoll, dass Kinder an fair gehandelte Lebensmittel kommen und verstehen was dahinter steht“, erklärt sie.

Den Erziehern ginge es aber nicht nur um faire Lebensmittel. Man möchte auch “fair“ allgemein vermitteln. Dazu gehört für die Einrichtungsleiterin auch ein faires Miteinander, zum Beispiel beim Fußball spielen.

Nicht nur die Erzieher stehen hinter dem Projekt, auch den Kleinen steht die Begeisterung ins Gesicht geschrieben. „Die Aktion kommt sehr gut an“, kann Karin Florath nur bestätigen. Immerhin wird der Umbruch zum Fairtrade-Kindergarten schon seit knapp acht Monaten geplant. Dabei unterstützt die Kita den neuen Fairtrade-Stil mit den verschiedensten Aktionen. „Einmal in der Woche gibt es ein gesundes Frühstück für alle Kinder mit regionalen Produkten“, erklärt Karin Florath. Neben Möhren und Radieschen kommen auch selbst angebaute Lebensmittel auf den Frühstückstisch. Von Tomaten bis Kartoffeln bauen die Kinder an einer kleinen Anhöhe in Hochbeeten verschiedene Gemüsesorten an. Die Kinder pflanzen und wässern das Gemüse und bei der Ernte helfen dann die Großen. Auch an Obst wird im Kindergarten nicht gespart. „Letztes Jahr hatten wir so viele Äpfel an unserem Apfelbaum, dass wir unseren eigenen Saft herstellen konnten“, berichtet die Einrichtungsleiterin stolz.

Heino Büsing übergab Einrichtungsleiterin Karin Florath einen fair gehandelten Blumenstrauß.

Neben Fairtrade ist auch Upcycling ein großes Thema bei der Kita-Ausstellung. Mit Unterstützung von Plakaten und Büchern („Das Upcycling Buch für Kinder“) kommen immer neue Ideen zur Wiederverwendung von Abfall auf.

Von oben bis unten ist der Ausstellungsraum in der grünen Gruppe des Kindergartens mit neu in Szene gesetztem Abfall geschmückt. „Wir haben eine Müllsammelaktion gestartet und dabei ist viel herumgekommen,“ berichten die Erzieher. Aus Trinkflaschen haben Karin Florath und die Kinder bunte Vasen gebastelt und auch alte Milchtüten fanden neue Bestimmungen. „Zu Ostern haben wir Milchkartons zu Osterhasen umgewandelt“, wird eine weitere Variante beschrieben.

Auch das selbst hergestellte Papier wird mit einer Girlande an der Wand präsentiert. Mit Zeitungen und dem dünnen Papier aus Schuhkartons haben die Kinder mehrere Tage an der Papierherstellung gearbeitet.

Am Ende der Veranstaltung durften dann auch die Großen die Fairtrade-Bananen essen. Zudem wurden „Fairtrade-Bananenmuffins und -eis“ verteilt. „Wir wollen den Gästen zeigen, was sie von den Produkten haben“, sagt Karin Florath.

Von Nina Maringer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.