Johannimarkt endet am heutigen Samstag

Lang ersehnt und so schnell vorbei

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Traditionell findet während des einwöchigen Johannimarktes ein Chorkonzert statt, das in diesem Jahr von den Four Valleys dargeboten wurde.

Plettenberg - Der Johannimarkt in Eiringhausen geht dem Ende entgegen. Heute Abend ist schon wieder alles vorbei – und es geht wieder eine schöne Woche zu Ende. Auch wenn das Wetter nicht immer angenehm war, war das Budendorf stets gut gefüllt und die Becher der Besucher ebenfalls.

Der besonderen Akustik in der Johanniskirche in Eiringhausen ist es zu verdanken, dass dortige Konzerte stets zu einem besonderen Klangerlebnis werden. Traditionell findet während des einwöchigen Johannimarktes ein Chorkonzert statt, das in diesem Jahr von den Four Valleys aus Bremcke unter der Leitung von Musikdirektor FDB Thomas Weidebach dargeboten wurde. Eine Stunde lang genossen die Zuhörer ein abwechslungsreiches Programm, bestehend aus vorweihnachtlichen Stücken sowie Rock- und Popballaden. 

Kurz nach ihrer eigenen Großveranstaltung „Acappellissimo“ war es die ideale Gelegenheit, den Chor noch einmal live mit einer größeren Vielfalt an Liedern zu erleben. Die Sänger wünschten eine „Schöne Nacht“ und jedem einen „Schutzengel“, fragten sich „Wie kann es sein, dass Zufriedenheit verblasst“ in dem Stück „Die Sonne versinkt“. 

Mit den Alpin-Rock-Stücken „Weit, weit weg“ und „Übern See“ bewiesen die Sänger, dass auch dieses Genre gut in einer Kirche gesungen werden kann. Ganz besonders eindrucksvoll kam in der Kirche das Stück „Loch Lomond“ zum Tragen. Die einzelnen Partien der Stimmgruppen unterstrichen imposant den Marsch der Highländer, klagten über die schicksalhafte Situation des Kriegers, der nur als Toter zurück in die Heimat kommt, während andere es heil nach Hause schaffen. Ein Klangerlebnis, dessen Töne förmlich zum Kirchenhimmel perlten. 

Ganz großes Kino, Gänsehaut pur. Mit englischen als auch deutschen Weihnachtsliedern wurde der adventlichen Zeit ebenfalls Genüge getan. Passend mit dem Lied „Wir wünschen frohe Weihnacht“ verabschiedeten die Sänger nach einer Zugabe zufriedene und begeisterte Zuhörer in die weitere Adventszeit. 

Am Mittwoch gab es das traditionelle Theaterstück der Eltern und Betreuer des katholischen Kindergartens Eiringhausen, bei dem auch die Kinder in Form eines Tanzes mitwirkten. Wochenlang hatten die Akteure geprobt, was sich ausgezahlt hatte – denn die Zuschauer im evangelischen Gemeindesaal neben der Christuskirche waren zahlreich erschienen und zeigten ihre Begeisterung bei dem Stück „Froschkönig“ mit viel Applaus im Gemeindesaal. Abends gaben die Jagdhornbläser ihre Stücke zum Besten. In der ersten Runde wurden die bekannten Signale wie „Hirsch tot“, „Sau tot“ oder „Hinter der Meute“ geblasen. In der zweiten Runde gaben die Hegeringsbläser noch einmal alles mit dem Zapfenstreich, dem ein oder anderen Jägermarsch und dem Alpenjäger. Traditionell verabschiedeten sich die Bläser mit „Auf Wiedersehen“. 

Am Donnerstag besuchte der Nikolaus den Johannimarkt. In einer langen Reihe hatten sich rund 30 Kinder versammelt, um dem Nikolaus ein Gedicht oder ein Lied vorzutragen, wie „Schneeflöckchen Weißröckchen“ oder „We wish you a merry christmas“. Dann schaute er in seinem Büchlein nach, ob die Kinder auch artig waren in diesem Jahr und schenkte ihnen einen Schoko-Weihnachtsbaum. Im Anschluss machte sich der Jugendchor Soundsation bereit und unterhielt die Besucher des Johannimarktes mit modernen Liedern wie „Halleluja“ von Leonard Cohen oder „Je ne parle pas français“ von Namika.

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