Landtagsabgeordneter Marco Voge besucht Plettenberger Unternehmen Güde

Schraubensicherungen nach Amazons Vorbild verschicken

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Marco Voge (3. v. li.) schaute sich gestern die Firma Güde in Köbbinghausen an.

Plettenberg -  „Je mehr digitalisiert wird, umso mehr Papier wird es“, sagte Lutz Güde, Geschäftsführer der Firma Güde in Köbbinghausen. Zu Gast war neben dem CDU-Landtagsabgeordneten Marco Voge auch Plettenbergs CDU-Vorsitzender Adrian Viteritti. Beide verschafften sich ein Bild von den Problemen des mittelständischen Unternehmens. 

Lutz Güde erklärte, dass die Europapolitik gerade für kleinere, mittelständische Unternehmen wie Güde schwierig sei. „Es ist ein Schlag ins Gesicht“, erklärte er und nannte die Datenschutzgrundverordnung als Beispiel. Die DSGVO ist eine Verordnung der Europäischen Union, mit der die Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch private Unternehmen und öffentliche Stellen EU-weit vereinheitlicht werden. 

„Es fängt bei der Frage an: welche Daten dürften wir von unseren Kunden speichern?“, erläuterte Güde. Dazu komme, dass es viele Vorgaben gebe. Man müsse immer mehr Formulare ausfüllen. „Wir wollen digitaler werden, müssen aber immer noch alles aufschreiben, abheften und lagern“, sagte er und stieß damit auf Verständnis beim Landtagabgeordneten, der diesbezüglich Kontakt zum heimischen Europaabgeordneten Peter Liese herstellen möchte. 

Angesprochen auf den Fachkräftemangel erklärte der Geschäftsführer, dass es für Güde recht schwierig sei, Gabelstaplerfahrer zu finden. „Handwerker spüren das aber noch viel mehr als wir“, verglich er. 

Das Unternehmen habe viele Kunden in den Vereinigten Staaten. Der Handel mit Amerika „laufe gut“, beurteilte Güde. Die von Donald Trump ins Spiel gebrachten Strafzölle seien für das Plettenberger Unternehmen uninteressant. „Die Zölle sollen das Vormaterial treffen“, erklärte Güde. 

Ein wichtiges Thema war auch der Abbau der Bürokratie. Voge erklärte, dass darüber bereits Gespräche im Landtag geführt würden. Um einen genauen Einblick zu erhalten, wo der Schuh drückt, wollte Voge hinter die Kulissen schauen. 

Im Anschluss lud Lutz Güde zusammen mit seinem Vater Friedhelm Güde, dem Seniorchef, zu einer Besichtigung der Firma ein. Die 1948 gegründete Firma fertigt auf ausschließlich selbst hergestellten Automaten Federringe, Drahtbiegeteile sowie Schrauben- und Wellensicherungen. 

„Uns zeichnet aus, dass wir alle Teile auf Lager haben“, erklärte Güde. Durchschnittlich vier Wochen warten Kunden auf eine Lieferung. „Es ist sicherlich auch ein Ziel, dass unsere Kunden heute bestellen und in einer Woche ihr Produkt erhalten – ähnlich wie bei Amazon“, erklärte Güde seinen Gästen.

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