Landemerter pochen weiter auf Tempo 80 für die K 5, aber der Kreis will nicht

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Wenn es auf der K5 zu einem Unfall kommt, dann auch richtig – so hatte es Bürgermeister Ulrich Schulte am Montag beim Bürgergespräch gesagt und er hat recht, wie dieser Unfall von Dezember 2015 zwischen Landemert und Hülschotten zeigt.

Plettenberg - Die Kreisstraße 5 zwischen Plettenberg und Hülschotten ist und bleibt ein heißes Pflaster. Noch immer gehört sie zu den Strecken, auf denen kreisweit mit die meisten Wildunfälle geschehen. Doch eine Lösung für dieses Problem ist nicht in Sicht.

Die Landemerter Dorfbewohner nutzten am Montagabend das von der Plettenberger Wählergemeinschaft organisierte Bürgergespräch, um die K5 noch einmal anzusprechen. „Muss erst etwas passieren, damit jemand reagiert?“, fragte ein Bürger, verbunden mit der Forderung nach einem Tempolimit.

Bürgermeister Schulte kennt das Thema gut. Vor rund drei Monaten hat er die Forderung nach Tempo-80-Schildern mit dem Landrat besprochen, doch inzwischen liegt das Thema wieder auf Eis. Dem vorausgegangen waren in den Jahren 2010 und 2013 Messungen des Ordnungsamtes. Die Geschwindigkeiten auf der Strecke sind nicht vorrangig das Problem, war das Ergebnis der Analysen. Die Durchschnittsgeschwindigkeiten lagen zwischen 83 und 91 km/h, wenngleich es Ausreißer nach oben gab.

Aber die Auswertung der Wildunfallschäden ließ aufhorchen. Innerhalb von drei Jahren wurden 59 Unfälle registriert – ein vergleichsweise hoher Wert. Stadtverwaltung und Politik waren sich nach einem Antrag der UWG (heute Plettenberger Wählergemeinschaft, PWG) einig über ein Tempolimit. Der Märkische Kreis und Straßen NRW, die für die Kreisstraßen zuständig sind, sehen Tempo 80 aber als nicht zwingend erforderlich an. Wildunfälle seien typisch fürs Sauerland und man könne der Sache durch andere Maßnahmen wie beispielsweise Reflektoren Herr werden. Außerdem verwies der Kreis auf ein Wildwechsel-Schild, das an der K5 steht und auf die Gefahr aufmerksam macht.

„Das Problem ist nur, dass dieses Wildwechsel-Schild nicht dafür sorgt, dass die Geschwindigkeit reduziert wird“, sagt Ordnungsamtsleiter Thorsten Spiegel. Und auch Bürgermeister Schulte will sich mit der Absage des Kreises ebenso wenig abfinden wie auch die Landemerter Dorfbewohner. Noch einmal sollen Messungen durchgeführt werden. Und auch der Baumschnitt am Rand der K5 nicht nur einmal, sondern zweimal im Jahr wäre nach Ansicht der Landemerter ein Fortschritt und soll deshalb auch in Angriff genommen werden.

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