Auswirkungen durch modernere Technik geringer

Kurzes aber heftiges Unwetter vergleichbar mit 1986

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An diversen Stellen in der Stadt sorgte das Unwetter für Überschwemmungen und vollgelaufene Keller. 50 Notrufe gab es alleine in der halben Stunde des Unwetters, bis Mitternacht waren es 72.

Plettenberg - 50 Einsätze in einer halben Stunde, insgesamt 70 bis Mitternacht – das Unwetter von Donnerstagabend hat die Rettungskräfte und Helfer am Donnerstag in Atem gehalten.

„Das Unwetter war in der Heftigkeit vergleichbar mit dem im Juni 1986“, erklärt Andreas Gritschke, Pressesprecher der Feuerwehr. Seinerzeit hatte ein Gewitter dafür gesorgt, dass besonders der Ortsteil Holthausen in einer Mischung aus Wasser, Schlamm und Geröll versank. „Allerdings hat sich viel getan in der Zeit, weshalb die Auswirkungen nicht so schlimm waren. Die Kanalisation ist besser geworden, der Bauhof hat speziellere Fahrzeuge und auch bei uns hat sich die Technik entwickelt. Wir haben zum Beispiel mehr Möglichkeiten, schneller Pumpen und Sandsäcke zu transportieren als früher“, erklärt Gritschke.

Die Feuerwehr hatte am Donnerstag Stadtalarm ausgelöst, das heißt, alle Einheiten sollten sich zu den jeweiligen Gerätehäusern begeben und für Einsätze vorbereiten. Die zahlreichen Notrufe wurden vom Meldekopf der Feuer- und Rettungswache Plettenberg koordiniert – eine Gruppe bestehend aus der Wehrleitung und Führungskräften. „Wir haben die Einsätze natürlich zunächst priorisiert und dann Rettungskräfte losgeschickt“, sagt Wehrleiter Markus Bauckhage. Zuerst gilt es Menschen zu retten, dann Tiere und schließlich Sachwerte. 70 bis 80 Einsatzkräfte waren am Donnerstag wegen des Unwetters im Einsatz, schätzt Gritschke. „Die Zusammenarbeit hat super funktioniert“, sagt er.

Land unter nach Unwetter in Plettenberg

Der Bauhof war gestern mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. „Wir sind vor allem am Eschen, in Eiringhausen und in der Kersmecke unterwegs“, erklärte Andreas Denker vom Baubetriebshof. In Hinblick auf die Regenmassen hätten sich die Aufräumarbeiten „in Grenzen gehalten“, sagte er. Alle Kehrmaschinen seien im Einsatz gewesen, um die Äste, Dreck und Co. aufzuräumen.

Viel zu tun werden in den nächsten Tagen und Wochen die Versicherungen bekommen. Um die Instandsetzung der unzähligen vollgelaufenen Keller müssen sich die meisten Bürger keine Sorgen machen, denn diese werden von der Gebäudeversicherung abgedeckt. Anders verhält es sich mit dem Inhalt der Keller. Altes Spielzeug, Werkzeug, Möbel oder die Waschmaschine werden nur von der Hausratversicherung abgedeckt, wenn diese mit dem Zusatz für Elementarschäden abgeschlossen worden ist. „Einige haben diesen Zusatz nicht“, berichtet Versicherungsmann Uwe Nahrgang, „dabei kostet das je nach Größe der Wohnung nur etwa zwei bis vier Euro mehr im Monat.

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