SPD-Vorschlag

Kulturzentrum statt Verkauf: Neue Ideen für bald leerstehende Schule

Die Martin-Luther-Schule könnte nach der Idee der SPD-Fraktion zum Kultur- und Wissenszentrum umfunktioniert werden.
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Die Martin-Luther-Schule könnte nach der Idee der SPD-Fraktion zum Kultur- und Wissenszentrum umfunktioniert werden.

Mit der Zusammenlegung einzelner Schulstandorte wird künftig unter anderem die Martin-Luther-Schule an der Königstraße leerstehen. 

Plettenberg - Was aus dem geschichtsträchtigen, großen Gebäude wird, ist noch unklar. Die Plettenberger SPD hat jedoch eine konkrete Idee: Aus der bald schon ehemaligen Schule soll ein Kultur- und Wissenszentrum werden.

Die Martin-Luther-Schule sei prädestiniert für die Einrichtung eines solchen Zentrums, schreiben die Sozialdemokraten in ihrem Antrag: „Zentral gelegen, sowohl mit Parkplätzen ausgestattet als auch mit dem ÖPNV gut erreichbar und mit erheblichem Raumvolumen.“ Bevor die Stadt über einen Verkauf des Gebäudes nachdenkt, sollte sie laut SPD eine Nutzung des Gebäudes für die Bürger in Betracht ziehen.

Büro der Kultour GmbH

„Wir könnten uns vorstellen, die Martin-Luther-Schule in ein Kultur- und Wissenszentrum umzubauen“, schreibt Martina Reinhold, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende. Demnach könnten hier das Büro der Kultour GmbH und die Stadtbücherei einziehen. Sämtliche Kurse der Volkshochschule (VHS), die derzeit noch dezentral in städtischen Schulen und im Rathaus stattfinden, könnten im angedachten Zentrum ein neues Zuhause finden.

„Die meisten sportlichen Angebote wären hier realisierbar, denn neben der vorhandenen Turnhalle könnten parallel auch Räume für Yoga, Pilates und Co. angeboten werden. Für Lesungen, kleinere Konzerte und Veranstaltungen jedweder Art stünde eine repräsentative Aula zur Verfügung“, heißt es in dem SPD-Antrag.

Und dies hätte auch finanzielle Vorteile: Alleine die VHS-Kurse würden „energetisch“ stark zu Buche schlagen. Letztendlich könnten mit dem neuen Zentrum an anderer Stelle vielleicht auch Kosten für Miete und Energie eingespart werden.

Neuer Kindergarten

Sollte noch genügend Fläche übrig bleiben, wäre laut SPD auch die Einrichtung eines zusätzlichen Kindergartens in der dann ehemaligen Schule denkbar – „da die Versorgungsquote der Stadt in Zukunft verbessert werden muss und uns der geltende Rechtsanspruch zu Nachjustierungen zwingt“.

Nun soll die Verwaltung grob ermitteln, welche Kosten für die Einrichtung eines Kultur- und Wissenszentrums auf die Stadt Plettenberg zukommen würden.

„In Unkenntnis des genauen Raumvolumens sollte auch die Einrichtung einer Cafeteria, (ähnlich Bücherei, nur größer) in der derzeitigen Mensa geprüft werden“, schreibt Reinhold. „Eine niedrigschwellige Begegnungsstätte – nicht nur für Senioren – könnte eine wertvolle Ergänzung im Stadtgebiet sein“.

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