In Plettenberg wohnt es sich immer sicherer

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Die Zahl der Wohnungseinbrüche hatte in den Jahren 2014 und 2015 ein Hoch erreicht – seitdem sinken die Fallzahlen wieder, im vergangenen Jahr waren es 20 Fälle. Ganz im Gegensatz dazu präsentiert sich die Entwicklung der Rauschgiftdelikte: Diese steigen seit einigen Jahren in der Vier-Täler-Stadt stetig an.

Während die Zahl der Einbrüche in der Vier-Täler-Stadt seit Jahren kontinuierlich sinkt, scheint Plettenberg immer mehr zu einer Hochburg der Rauschgift-Kriminalität zu werden: Lediglich in drei Städten waren die Fallzahlen höher.

Seit 2013 steigt die Drogen-Kriminalität in Plettenberg an: In 104 Fällen dieser Art musste die Plettenberger Polizei im vergangenen Jahr aktiv werden. 2016 waren es noch 82 Fälle. Höher waren die Zahlen nur in Lüdenscheid, Iserlohn und Menden – Städte, die allerdings auch eine weitaus größere Bevölkerung besitzen als Plettenberg. Knapp 90 Prozent dieser Delikte waren im vergangenen Jahr aufgeklärt worden.

Erfreulich dagegen: Die Zahl der Einbrüche hat sich nach dem Hoch in den Jahren 2014 und 2015 in den vergangenen beiden Jahren drastisch reduziert. Dieser Rückgang der Fallzahlen deckt sich mit dem landes- und kreisweiten Trend. Allerdings ist die Aufklärungsquote hier auch weiterhin nicht besonders hoch: Im Schnitt wurde auch im vergangenen Jahr gerade einmal jeder dritte Einbruch aufgeklärt.

Die Zahl der Taschendiebstähle hat sich von sieben auf 16 erhöht, wobei im vergangenen Jahr nur etwas mehr als jeder 20. dieser Fälle aufgeklärt werden konnte.

Im vergangenen Jahr verzeichnete die heimische Polizei darüber hinaus 236 Fälle von Straßenkriminalität (2016: 288). Dabei handelt es sich unter anderem um exhibitionistische Handlungen, Vergewaltigungen, schwere Nötigungen oder Diebstähle. Die Aufklärungsquote lag hier bei knapp über 22 Prozent.

Stark zurückgegangen sind auch die Fälle von Computerkriminalität in Plettenberg. Diese umfasst unter anderem das Ausspähen von Daten, Pin-Betrug oder Software-Piraterie. Wurden 2016 noch 45 Fälle registriert, waren es im vergangenen Jahr noch 16. Besonders beachtenswert ist hier die Aufklärungsquote: Über 43 Prozent der Fälle von Computerkriminalität konnten aufgeklärt werden – 2016 waren es gerade einmal knapp neun Prozent.

Die Gewalt auf Plettenbergs Straßen scheint ebenfalls abzunehmen: Sowohl bei Fällen von Körperverletzung (156), als auch bei Sachbeschädigungen (170) konnte ein spürbarer Rückgang festgestellt werden. Mit über 91 Prozent Aufklärungsquote ist der Ermittlungserfolg der heimischen Beamten im Bereich der Körperverletzung besonders hoch.

Insgesamt gesehen ist die Zahl der Straftaten in Plettenberg in den vergangenen Jahren auf dem ungefähr gleichen Niveau geblieben – gleiches gilt auch für Aufklärungsquote.

Dabei ist Plettenberg alles andere als eine Kriminalitätshochburg: Die Häufigkeit der Fälle lag auch im vergangenen Jahr knapp unter dem kreisweiten Schnitt. Und was die Rauchgiftkriminalität angeht, folgt die Vier-Täler-Stadt der aktuellen Entwicklung im Märkischen Kreis – der Anstieg betrug 2017 knapp 13 Prozent.

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