Diese Stadt in MK  ist sicherer geworden

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Die Zahl der Raubdelikte hat sich in Plettenberg deutlich erhöht, wie aus der aktuellen Kriminalitätsstatistik hervorgeht.

Plettenberg - Wer einen Blick in die aktuelle Kriminalitätsstatistik für Plettenberg wirft, die die Polizei jetzt vorgelegt hat, dem fallen einige Zahlen besonders ins Auge. Ein Überblick über die sieben wichtigsten Erkenntnisse.

1. Weniger Straftaten insgesamt 

Die wohl beste Nachricht gleich zuerst: Plettenberg ist sicherer geworden. Das lässt sich aus den Zahlen der Straftaten insgesamt ableiten, von denen die Polizei deutlich weniger registriert hat (nämlich exakt 1 028). Das sind 16,96 Prozent weniger als im Vergleichsjahr 2018 und bedeutet den Spitzenwert im ganzen Märkischen Kreis, in dem Neuenrade mit einem Anstieg von 30,82 Prozent das  krasse Negativ-Beispiel zu Plettenberg darstellt. 


 2. Drei Fälle mit Mord und Totschlag

 Negativ stechen vor allem die Zahlen der „Straftaten gegen das Leben“ heraus, wie es in der Polizeifachsprache so schön heißt. Gemeint sind damit Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen, fahrlässige Tötung und Abbruch der Schwangerschaft. Von einem Fall im Jahr 2018 ist die Zahl nun auf drei gestiegen. Das ist eine vergleichsweise hohe Zahl, wenn man bedenkt, dass größere Städte wie Menden oder Lüdenscheid „nur“ jeweils zwei Fälle haben und viele Kommunen wie Altena, Neuenrade, Werdohl, Herscheid und andere aktuell bei einer erfreulichen Null stehen.

 3. Die Zahl der Sexualdelikte sinkt

 Dafür ist laut Statistik die Zahl der Sexualdelikte zurückgegangen. Unter diesem Titel werden Taten wie Vergewaltigungen, schwere sexuelle Nötigungen, sexueller Missbrauch von Kindern und Verbreitung pornografischer Erzeugnisse zusammengefasst. 18 solcher Fälle waren es noch im Jahr 2018, jetzt sind es noch 13 – macht minus 27,78 Prozent. Erschreckend sind dagegen vor allem die Zahlen aus Hemer, wo die Zahl von 27 auf 49 gestiegen sind.

 4. Raubdelikte haben sich fast verdoppelt

 Schlechte Nachrichten in Sachen Raubdelikte: Hier musste die Polizei von einem Anstieg von 8 auf 15 Fällen berichten. Damit hat sich diese Zahl fast verdoppelt und zählt – gemeinsam mit der Erhöhung bei den bereits erwähnten Straftaten gegen das Leben – zu den Negativhöhepunkten der Statistik. 15 Fälle bedeuten den viert-höchsten Wert im Kreisvergleich. Bemerkenswert ist in dieser Kategorie Altena, das einen Anstieg von null Fällen auf aktuell acht zu verzeichnen hatte.

 5. Deutlich weniger kleinere Delikte

 Vor allem die Zahlen der kleineren Delikte bestimmen, wie gut oder schlecht sich die Kriminalität in einem Ort entwickelt. Allein Sachbeschädigungen, Rauschgiftdelikte und Straßenkriminalität machen fast die Hälfte der Gesamt-Straftaten aus. Und hier gibt es durchaus Erfreuliches zu vermelden: deutlich weniger Sachbeschädigungen (163 statt zuvor 240), weniger Rauschgiftdelikte (111 statt zuvor 162) und weniger Straßenkriminalität (225 statt zuvor 318). Besonders Werdohl verzeichnet in diesen Bereichen noch bessere Werte als Plettenberg.

 6. Vorsicht an alle Senioren! 

Noch handelt es sich zwar nur um ganz vereinzelte Fälle, aber dennoch wächst die Zahl der Straftaten, in denen die Täter mit Enkeltricks oder gefälschten Polizeianrufen Senioren als Opfer auswählen. Lediglich einen Fall gab es 2018, nun sind es schon fünf. 

7. Mehr Angriffe auf Polizisten und Co. 

Erst vor wenigen Wochen berichtete die Heimatzeitung von einem Fall, bei dem ein Täter einen Polizeibeamten mit einem Schlagring im Gesicht attackiert hat. Nicht nur dieser Fall zeigt, dass der Respekt vor Vollstreckungsbeamten mehr und mehr verloren zu gehen scheint. Das zeigt auch die Statistik, in der die Fälle von Widerstand gegen und Angriff auf Vollstreckungsbeamte von 15 auf 20 gestiegen sind.

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