Kreissynode des Kirchenkreises tagt im Gemeindesaal in Eiringhausen

Startschuss für neues Kreiskirchenamt

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Mehr als 100 Mitglieder des Kirchenkreises kamen zur Kreissynode nach Eiringhausen. 

Plettenberg - Neben dem jährlichen Bericht des Superintendenten Klaus Majoress stand im Mittelpunkt der Tagung des Kirchenkreises mit über 100 Mitgliedern im Gemeinsesaal in Eiringhausen die Entscheidung über die Gründung eines Verbandes der Kirchenkreise Arnsberg, Iserlohn, Lüdenscheid-Plettenberg und Soest für ein gemeinsames Kreiskirchenamt.

Das Kreiskirchenamt trägt den Namen „Sauerland-Hellweg“ und ist an drei Standorten vertreten: in Lüdenscheid, Iserlohn und Soest. An den jeweiligen Standorten gibt es ein Beraterteam für die Kirchengemeinden und den Kirchenkreis. Zentrale Dienste werden in Iserlohn, dem größten Haus, konzentriert. Die Leitung des Verbandes erfolgt durch einen Vorstand, der sich aus drei Mitglieder jeden Kirchenkreises zusammensetzt, dem Superintendenten oder der Superintendentin, dem oder der Vorsitzenden des kreiskirchlichen Finanzausschusses und einem Mitglied des Kreissynodalvorstandes. 

Mit großer Mehrheit zugestimmt Die Gründung des Verbandes erfolgt durch eine Entscheidung der Kirchenleitung in Bielefeld. Die Synode hat mit großer Mehrheit dieser Entscheidung zugestimmt, so dass ab 1. Januar 2018 alle Voraussetzungen erfüllt sind, um das neue gemeinsame Kreiskirchenamt an den Start zu bringen. 

Wie in allen Jahren hatte die Kreissynode die Kirchensteuerverteilung für das Jahr 2018 zu verabschieden. Eine Kirchensteuerzuweisung für den Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg in Höhe von 11 076 370 Euro galt es für die Gemeinden, den Kirchenkreis und das Kreiskirchenamt zu verabschieden. Alle Gemeinden können mit einer kleinen Erhöhung der Zuweisung gegenüber dem Vorjahr rechnen, um damit ihre Aufgaben zu erfüllen. Der Kirchenkreis, zu dem vor allem das Diakonische Werk gehört, bekommt ca. 1 600 000 Euro, die Hälfte davon wird für die Arbeit des Diakonischen Werkes verwendet. Der Rest geht in die Jugendarbeit, die Arbeit in den Schulen und die Aufgaben des Kirchenkreises. 

Das Kirchensteuermehraufkommen 2016 stand noch zur Entscheidung. Fast 700 000 Euro werden zu zehn Prozent davon für diakonische Zwecke verwendet, über 300 000 Euro für die Kirchengemeinden verteilt nach Gemeindegliederzahlen und der gleiche Betrag für den Baufonds des Kirchenkreises, aus dem auf Antrag Baumaßnahmen an den kirchlichen Gebäuden unterstützt werden. Wie geht es mit Haus Nordhelle weiter? Superintendent Klaus Majoress unterrichtete die Kreissynode auch über die Frage, wie es mit Haus Nordhelle weitergeht. Der Vorstand von Haus Nordhelle hat sich angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage damit befasst einen anderen Träger zu finden, da die Kirchenkreise Iserlohn und Lüdenscheid-Plettenberg derzeit ein jährliches Defizit von fast 500 000 Euro tragen müssen. Derzeit kann man noch nicht über Ergebnisse berichten, aber es gibt Interessenten für eine Übernahme von Haus Nordhelle. 

Die Synode legte besonderen Wert darauf, dass die Nutzung durch die Kirchengemeinden weiterhin sicher gestellt ist. Eine Ablehnung gegen die Übergabe von Haus Nordhelle an einen anderen Eigentümer gab es nicht. Die stimmberechtigen Mitglieder des Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg gingen nach einem gefüllten Nachmittag in Eiringhausen mit vielen Entscheidungen für die Arbeit des Kirchenkreises am Mittwochabend nach einhelligen und zukunftsweisenden Beschlüssen nach Hause. 

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