Stadt gibt Gas bei Digitalisierung

Kreidetafeln adé: Diese Stadt investiert massiv in Smartboards - nun fehlen die Handwerker

Frisch geliefert und noch eingepackt: Die Smartboards für die Plettenberger Schulen werden vorübergehend im Rathaus aufbewahrt.
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Frisch geliefert und noch eingepackt: Die Smartboards für die Plettenberger Schulen werden vorübergehend im Rathaus aufbewahrt.

[update] In der Rathaus-Caféteria lagern seit wenigen Tagen große Pakete, die den Aufbruch in die digitale Schulwelt signalisieren.

Plettenberg - Wie Hauptamtsleiter Matthias Steinhoff betonte, dienen die Smartboards der Schulausstattung und sollen möglichst bald installiert werden.

„Das Problem ist in diesen Zeiten Handwerker zu bekommen“, sagte Steinhoff, der sich aber zuversichtlich zeigte, dass die Geräte von den Experten der Herstellerfirma noch im September in den Plettenberger Schulen installiert werden. Das bestätigte auch IT-Leiter Frank Hormes, der die Verteilung der einzelnen Geräte nach Abstimmung mit den Schulen koordiniert.

Insgesamt wurden 15 Smartboards mit einer Größe von 86 Zoll bestellt. Das entspricht einer Bildschirmdiagonalen von fast 2,20 Metern. Zehn dieser Smartboards sollen auf die Plettenberger Grundschulen verteilt werden, fünf weitere Geräte gehen an die Geschwister-Scholl-Realschule. Die Smartboards können laut Hormes über die schuleigenen Ipads, aber auch per Laptop oder Smartphone gesteuert werden. Zudem können sie auch interaktiv direkt über den großen Bildschirm bedient werden.

Anders verhält es sich bei den zehn Bildschirmen mit einer Größe von 75 Zoll (Bildschirmdiagonale 190 cm), die an den Hauptschulen und im Albert-Schweitzer-Gymnasium als Beamer-Ersatz zum Einsatz kommen sollen.

Schulung der Lehrer wird vorbereitet

„Die Schulung der Lehrer bereiten wir gerade vor“, sagte Hormes, der hofft, dass die insgesamt 25 Geräte danach schnell im Unterrichtsgeschehen zum Einsatz kommen können.

Die Mittel für die Anschaffung der digitalen Schultafeln stammen nach den Angaben von Matthias Steinhoff zum großen Teil aus dem Digitalpakt. Von den Gesamtkosten in Höhe von 90 000 Euro für die Anschaffung und Installation der Geräte muss die Stadtverwaltung nur rund 15 000 Euro tragen.

Insgesamt 15 digitale Smartboards hat die Stadt Plettenberg neben zehn weiteren Großbildschirmen für die Grundschulen und die weiterführenden Schulen gekauft.

Der Hauptamtsleiter zeigte sich am Dienstag erfreut, dass die Modernisierung der Schulen nun endlich Fahrt aufnimmt, auch wenn der Glasfaseranschluss an allen Plettenberger Schulen weiterhin ein Wunschtraum ist.

IT-Leiter Frank Hormes hofft, dass die notwendige Verkabelung in den Plettenberger Schulen bis Ende November abgeschlossen ist. Der Auftrag für die Access Points, die das WLAN-Signal verbreiten, gehe in diesen Tagen raus.

Glasfaserausbau verzögert sich

In Geduld üben müsse man sich beim Glasfaseranbau an der Hallenschule, der Grundschule Ohle, Oesterau und in Holthausen. Dort habe die Telekom den Anschluss an das schnelle Glasfasernetz erst bis Ende nächsten Jahres eingeplant.

Immerhin: In den Schulen ohne Glasfaseranschluss, kann man sich bis dahin mit sogenannten WLAN-Repeatern, die das Signal des Routers bis in das gewünschte Klassenzimmer weitergeben, behelfen.

In den anderen Schulen gibt es laut Frank Hormes möglicherweise schon Ende des Jahres schnelles Internet in allen Klassenzimmern und zusätzlich in einigen Klassenräumen die modernen Smartboards.

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