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Dritter Chef in einem Jahr: Neuer Geschäftsführer für das Krankenhaus

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Von: Georg Dickopf

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Hauke Schild (Mitte) löst Frederic Lazar (links) im November als Geschäftsführer des Radprax-Krankenhauses ab. André Hoppen (rechts) stellte ihn als Geschäftsführender Gesellschafter vor.
Hauke Schild (Mitte) löst Frederic Lazar (links) im November als Geschäftsführer des Radprax-Krankenhauses ab. André Hoppen (rechts) stellte ihn als Geschäftsführender Gesellschafter vor. © Dickopf, Georg

Bei einem Fußballverein würde man vermutlich von einem „heißen Stuhl“ sprechen, wenn innerhalb eines Jahres drei verschiedene Chefs das Sagen haben. Einen solchen Vergleich lehnt Frederic Lazar, derzeitiger Geschäftsführer im Radprax-Krankenhaus, aber strikt ab.

Plettenberg - Während es einen harmonischen und fließenden Übergang von Vorgänger Christian Kloeters (heute Prange Gesundheit) zu ihm selbst gegeben habe, so sei auch der nun geplante Wechsel in der Geschäftsführung alles andere als spektakulär, sondern habe vielmehr mit pragmatischen Gründen zu tun.

„Ich wohne in Kerpen und bin an vier Tagen in der Woche in Plettenberg.“ Nun habe er ein Jobangebot bekommen, das 20 Minuten von seinem Zuhause liege. „Deshalb war die Entscheidung keine Entscheidung gegen das Plettenberger Krankenhaus und auch die neuen Anteilseigner haben überhaupt keine Aktien daran“, stellte Lazar klar. Der 30-Jährige wird in Kürze Mitglied in der Geschäftsführung der katholischen Stiftung der Cellitinnen in Köln.

Frederic Lazar, der für die Hospital-Mangement-Group (HMG) in Plettenberg tätig war, stellte gemeinsam mit Radprax-Gesellschafter André Hoppen seinen Nachfolger vor, der ebenfalls für die HMG tätig sein wird. Am 1. November wird Hauke Schild offiziell seine Tätigkeit als Geschäftsführer in Plettenberg aufnehmen.

Zuletzt arbeitete er als Geschäftsführer in zwei Krankenhäusern des Malteser Hilfsdienstes in Duisburg. Nach dem Verkauf der Krankenhäuser an die Helios-Gruppe suchte Schild eine neue Herausforderung und freut sich nun auf die Arbeit in Plettenberg.

Der 46-Jährige, dessen Frau übrigens in der Nachbargemeinde Herscheid aufwuchs, arbeitete bereits im Jahr 2014 kurzzeitig im Sauerland, als er interimsmäßig die Geschäftsführung des St. Vinzenz-Krankenhauses in Altena hatte.

In Plettenberg will der in Krefeld wohnenden Vater von drei Kindern den von Christian Kloters und Frederic Lazar eingeschlagenen Weg der Konsolidierung fortsetzen. „Es ging in den ersten Jahren vor allem darum, Transparenz in die Zahlen zu bekommen“, betonte Lazar. Vorteilhaft gewesen seien dabei auch die Verhandlungen des Krankenhaus-Budgets durch die Experten der HMG.

Zuletzt sei vor allem Feintuning nötig gewesen, so Lazar. Sein Nachfolger Hauke Schild strebt im dritten Jahr in Folge ein ausgeglichenes Ergebnis an.

Sein Augenmerk werde darauf liegen, die von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann auf den Weg gebrachte Krankenhausplanung bis 2024 umzusetzen. Auch dem Trend zu immer weniger stationären Aufenthalten und dem Ausbau von ambulanten Eingriffen werde man dabei sicherlich Rechnung tragen. Zudem hofft Hauke Schild, die Auslastung der 80 Betten und auch die Verweildauer und die Zahl der operativen Eingriffe stabil halten zu können.

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