Ausbau soll in weiten Teilen des Dorfes bis 2022 abgehakt sein 

Kostenloser Glasfaser-Anschluss für Landemerter

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Plettenberg – Fast alle Landemerter bekommen einen kostenlosen Glasfaseranschluss bis ans Haus. Spätestens 2022 soll es so weit sein. Das erklärte der Breitbandkoordinator des Märkischen Kreises, Sergej Rudsinski, beim Bürgergespräch in Landemert.

Das Internet-Thema war für die meisten Bürger bei Käsebrink am Montag der wichtigste Punkt. Zahlreiche Dorfbewohner kamen. Und zumindest teilweise gab es gute Nachrichten. Der Großteil soll in absehbarer Zeit schneller surfen können. „Das Warten hat sich gelohnt“, sagte Bürgermeister Ulrich Schulte, der auf die Glasfaserkabel anspielte. Erst waren alte Kupferleitungen geplant, jetzt kommt das Glasfaserkabel und „der Anschluss wird bis ans Haus bezahlt“, erklärte Rudsinski. Buchbar sind dann bis zu 1000 Mbit/s.

Zurzeit läuft der sogenannte 3. Call. In diesem Rahmen werden große Teile Landemerts abgedeckt. Das Vergabeverfahren sei allerdings noch nicht am Ende. Die Netzagentur müsse genau prüfen. Rudinski: „Es geht um viel Steuergeld.“ In diesem Jahr soll grünes Licht gegeben werden. Der Knackpunkt: Bis 2022 sollen insgesamt 45 000 Haushalte im ganzen Märkischen Kreis mit schnellem Internet versorgt werden. „Das sind rund 900 Kilometer Tiefbau“, verdeutlichte Rudsinski die Dimensionen. Die Frage sei, wo der Unternehmer, der den Zuschlag bekommt, anfängt.

Mit dem Bau des Radwegs nach Landemert wurden bereits Leerrohre verlegt, in die Glasfaserkabel gelegt werden können. In diesem Jahr soll auch die Straße „Landemert“ erneuert werden – und natürlich auch direkt wieder mit Leerrohren versehen werden. Das spart Arbeit und „wird in dem Verfahren berücksichtigt“, so Rudinski. 

Glück haben allerdings nicht alle Landemerter. Weiterhin mit einer „Bambusleitung“ müssen vor allem die Bewohner leben, die in den Außengebieten wohnen. Die bekommen schnelles Internet erst im Zuge des 6. Calls. Der Antrag für die Ausschreibung des 6. Calls soll bis zum Jahresende 2019 erfolgen. Darunter fallen neben Pasel, Grimminghausen, Erkelze und Kahlberg fast 100 vereinzelte Randgebiete, einige davon rund um Landemert. Bis die förderfähigen Ortslagen ausgebaut sind, könnte es bis 2024/25 dauern.

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