Gleich zwei Angebote ab Montag in Plettenberg

Kostenlose Corona-Tests sogar per Drive-in in dieser Stadt im MK

Im Märkischen Kreis gibt es ab Montag (15. März) kostenlosen Corona-Tests sogar per Drive-In.

Plettenberg - Da zurzeit bundesweit noch nicht genügend Impfstoffdosen verfügbar sind und zugleich ansteckendere Virus-Varianten die Coronavirus-Übertragungen gefährlich antreiben, möchte die Stadt Plettenberg den Bürgern kostenlose Corona-Schnelltests auch direkt „vor Ort“ in Plettenberg ermöglichen. Bürgermeister Ulrich Schulte ist dankbar dafür, dass sich gleich zwei Anbieter bereit erklärt haben, in Abstimmung mit der Stadt vor Ort Schnelltests anzubieten. (News zum Coronavirus im MK)

StadtPlettenberg
KreisMärkischer Kreis
Einwohnerca. 25.000

So wird der DRK Ortsverein Plettenberg e.V. laut seinem 1. Vorsitzenden, Peter Krieger, ab Montag, 15. März, stationäre Schnelltests durch fachkundiges Personal im DRK-Heim am Ratscheller Weg 34 anbieten. Getestet wird dort montags bis freitags zwischen 8 und 12 Uhr, donnerstags zusätzlich von 16 und 20 Uhr, samstags von 10 bis 13 Uhr. Aufgrund der logistischen Möglichkeiten dort ist eine vorherige Terminreservierung online erforderlich. Während der Öffnungszeiten geht es auch telefonisch unter Tel. 6073-15).

Corona-Schnelltest als Drive-in in Plettenberg-Böddinghausen

Daneben wird unter Federführung des zur Prange Gruppe gehörenden Instituts für Arbeitsmedizin (IFAM) in Plettenberg-Böddinghausen auf einem ausgeschilderten Teil des AquaMagis-Parkplatzes ein „Test-Drive-in“ angeboten. Dort werden laut IFAM-Geschäftsführer Moritz Marl in kurzer Zeit viele Testungen möglich sein, daher kann man dort zunächst auf Terminreservierungen verzichten. Die aktuelle Corona-Lage im Märkischen Kreis im Ticker.

Man kann einfach vorfahren und wird dann durch Ordner eingewiesen. Auch hier stellt fachkundiges Personal eine professionelle Testung und Auswertung sicher. Der Startschuss fällt auch hier bereits am kommenden Montag, 15. März. Getestet wird am Standort AquaMagis montags bis freitags von 12 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 13 Uhr.

Landrat des MK begrüßt Schnelltest-Angebot in Plettenberg

Wichtig: DRK und IFAM weisen darauf hin, dass Testwillige sich per Personalausweis ausweisen und nach Möglichkeit ihre Krankenversichertenkarte mitführen sollten sowie vor Ort die üblichen Corona-Hygieneregeln unbedingt einhalten müssen (Abstandhalten, OP- oder FFP2-Maske tragen). Die Schaffung solch niedrigschwelliger Testangebote vor Ort, wie sie jetzt durch DRK und IFAM angeboten werden, hatte zuletzt auch der Landrat des Märkischen Kreises, Marco Voge, ausdrücklich begrüßt.

Laut Ordnungsamtsleiter Thorsten Spiegel geben Antigen-Schnelltests binnen 15-20 Minuten weitestgehend verlässlich Auskunft darüber, ob der Getestete im Testzeitpunkt in den oberen Atemwegen eine nennenswerte Viruslast aufweist. Dies wäre dann auch ein Hinweis darauf, dass er im Testzeitpunkt ansteckend sein dürfte. Nur dann, wenn ein Schnelltest im Ausnahmefall anzeigt, dass höchstwahrscheinlich eine Coronavirus-Infektion vorliegt, ist anschließend noch eine genauere labordiagnostische Ergebniskontrolle angezeigt.

Das ist der Plan für das Corona-Test Drive-in-Center in Böddinghausen.

Spiegel weist darauf hin, dass die Schnelltests die etablierten Corona-Schutzmaßnahmen keinesfalls ersetzen, sondern ergänzen. Impfungen, Abstandhalten, Verzicht auf Feiern, Maske tragen - all das müsse erst einmal weiter beachtet werden. Gerade die ansteckenderen Virus-Varianten, die aktuell noch weiter auf dem Vormarsch seien, verzeihten keine Nachlässigkeiten.

Corona-Schnelltest in Plettenberg: Baustein zur Eindämmung der Krise im MK

Die Schnelltest-Möglichkeiten sollten als ein wichtiger Baustein zur Eindämmung der Corona-Pandemie unbedingt genutzt werden, um aktuelle Coronavirus-Infektionen zu erkennen - und dann entsprechend handeln zu können. Wer, was ja der Regelfall sei, bescheinigt bekomme, dass laut Schnelltest keine Corona-Infektion anzunehmen sei, könne die Bescheinigung auch nutzen, um nach der Coronaschutzverordnung taggleich Zugang zu bestimmten Leistungen zu erhalten (z.B. gesichtsnahe Dienstleistungen). Wer hingegen, was ja der Ausnahmefall sei, durch den Test rechtzeitig erkenne, dass er infiziert sei, habe den Vorteil, sich umgehend isolieren und - zusammen mit seinem Arzt - mögliche Erkrankungssymptome einordnen zu können.

Man laufe durch das Isolieren dann auch nicht Gefahr, das tückische Virus auf Risikogruppen, Arbeitskollegen, Familienangehörige, Freunde zu übertragen. Neben dem Risiko, einen schweren Krankheitsverlauf zu erleiden, zeige sich zunehmend, dass das Virus selbst scheinbar „Genesenen“ im Nachhinein noch große Probleme bereiten könne. Auch deshalb, so Bürgermeister Ulrich Schulte, sei das Engagement von DRK und IFAM kaum hoch genug einzuschätzen.

Corona-Tests versprechen mehr Freiheit. Aldi verkauft Schnelltests, Lidl, dm, Müller, Rossmann und Edeka wollen nachziehen. Das Land NRW nennt Anlaufstellen für kostenlose Tests.

Rubriklistenbild: © Jona Wiechowski

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