D. Küppers: „Klimaprojekt ist Mumpitz“

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Der parteilose Diethardt Küppers zweifelte im Rat den Sinn eines Klimaschutzprojektes massiv an.

Plettenberg - Die gestrige Ratssitzung war schon fast vorbei, da stieß ein Vorstoß von Bauamtsleiter Sebastian Jülich auf unerwarteten Widerstand. Jülich hatte vorgeschlagen, sich an einem vom Märkischen Kreis initiierten Klimaschutzprojekt zu beteiligen. Dies werde auf interkommunaler Ebene vorangetrieben. 

 Für die Stadt seien maximale Kosten von 5 000 Euro zu erwarten. Erste konkrete Maßnahmen zur Klima-Verbesserung im Bereich der energetischen Gebäudesanierung seien im Zuge des Projekts im Jahr 2020 denkbar, schloss Jülich seine Ausführungen. 

Bei nahezu allen Ratsmitgliedern stieß der Vorschlag, der in der nächsten Ratssitzung konkretisiert werden soll, auf breite Zustimmung. Nur der parteilose Diethardt Küppers sah das anders und bezeichnete das Klimaschutzprojekt als „Mumpitz“. Die Chinesen würden jährlich rund 250 Kohlekraftwerke bauen und der Kohlendioxid-Ausstoß sei nicht das wirkliche Problem.

 „Es gibt keinen menschengemachten Klimawandel. Ich bin sehr empört, das so etwas hier besprochen wird“, sagte Küppers. Angesichts dieser Äußerungen reagierten viele Ratsmitglieder fassungslos: „Ist das hier die Außenstelle von Donald Trump?“, wollte PWG-Fraktionschef Klaus Salscheider wissen. Bürgermeister Ulrich Schulte ließ sich auf keine ideologische Diskussion ein. „Wenn die Stadt bei der energetischen Gebäudesanierung unterstützt wird, dann nehme ich den 'Mumpitz' gerne hin“, so Schulte abschließend. 

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